Zum Ende des Jahres hat der italienische Schuhhersteller seinen neuen Geschäftsplan vorgestellt. Dieser Industrieplan 2025-2029 wurde von Geox S.p.A. sowie den finanzierenden Banken unterzeichnet und am 19. Dezember vom Verwaltungsrat genehmigt. Dabei habe sich im Rahmen der Refinanzierung der Mehrheitsaktionär LIR S.r.l., der rnd 71% des Aktienkapitals von Geox hält, zu einer Unterstützung des Plans mit Kapital in Höhe von 60 Mio. Euro bekannt.
Der Industrieplan selbst besteht aus zwei Phasen: Phase 1 beinhaltet die „strategische Neuausrichtung und Leistungsverbesserung“ und fokussiert sich damit auf die Aktualisierung des Geschäftsmodells konzentrieren. Die zweite Phase fokussiert sich auf die Stärkung der Präsenz in Schlüsselmärkten sowie die internationale Expansion. Bis 2029 möchte das Unternehmen dadurch Einnahmen von mehr als 850 Mio. Euro erzielen, mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 5% sowie einer EBIT-Marge von mehr als 7%. Die geplanten Investitionen belaufen sich in der Zeit auf schätzungsweise 120 Mio. Euro.
Weitere Ziele sind etwa die Verjüngung des Kundenstamms (35 bis 50 Jahre) bei gleichzeitiger Stärkung des bestehenden Kernkundensegments (50+ Jahre), eine Verbesserung des Preis-Leistungs-Verhältnisses sowie die Vereinfachung der Kollektionen. Auch die Ready-to-Wear-Linie sowie Cross-Selling-Möglichkeiten sollen ausgebaut werden, während der Großhandelskanal sich hin zum „Wholesale-like-Retail“-Modell verschiebt. Die internationale Stärkung der Marke wurde bereits Anfang Dezember mit einer Zusammenarbeit mit einem chinesischen Marktakteur gestartet: Durch die exklusive Vertriebsvereinbarung, die über fünf Jahre anhalten soll und bereits mit der F/S-Kollektion 2025 beginnt, soll die Präsenz in der Volksrepublik ausgebaut werden.
In den vergangenen Monaten verzeichnete Geox wiederholt negative Umsatzentwicklungen: Im November ging der Umsatz etwa um 9,7% zurück. Besonders die Wholesale-Kanäle standen dabei unter Druck, während die direkten Vertriebskanäle eine leicht positive Entwicklung vorweisen konnten. Im Verlauf der zuletzt negativen Ergebnisse in den Vereinigten Staaten kündigte Geox im Herbst auch an, den US-Betrieb einzustellen.