Der italienische Schuhhersteller Geox hat die konsolidierten Umsatzzahlen und die Finanzlage für die ersten neun Monate 2024 veröffentlicht. Die Umsätze beliefen sich auf 525,5 Mio. Euro, was einem Rückgang von 9,7 % bei aktuellen Wechselkursen (9,0 % bei konstanten Wechselkursen) im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Rückgang ist auf negative Währungseffekte (4,8 Mio. Euro) sowie auf das Schließen von Filialen und Franchise-Geschäften im Jahr 2023 (16,2 Mio. Euro) zurückzuführen.
Während der direkte Vertriebskanal (physisch und digital) ein solides Wachstum verzeichnete – insbesondere durch das digitale Segment mit einem vergleichbaren Umsatzplus von +11,4 % – bleibt der Großhandel unter Druck und verzeichnete einen Rückgang von 15,4 % (14,5 % bei konstanten Wechselkursen).
Die strategischen Herausforderungen in den Märkten USA und China veranlassten Geox zu einer Umstellung des Vertriebsmodells in diesen Regionen. Das Unternehmen plant, die bisherigen, unrentablen Direktgeschäfte einzustellen und durch lokal angepasste Vertriebslösungen zu ersetzen. Laut CEO Enrico Mistron will Geox weiterhin eine starke Präsenz in diesen Märkten sicherstellen und setzt auf neue strategische Partnerschaften, um die Marktbedingungen besser zu adressieren.
Das Nettofinanzvermögen (vor IFRS 16) verschlechterte sich von -129,0 Mio. Euro (Stand: 30. September 2023) auf -145,8 Mio. Euro im Jahr 2024. Die Betriebskapitalquote blieb stabil und entspricht saisonalen Schwankungen. Mistron betonte: „Die positiven Ergebnisse im direkten Vertrieb zeigen die Stärke unserer strategischen Ausrichtung in diesem Bereich, während der Multi-Brand-Kanal weiter mit schwierigen Marktbedingungen kämpft. Die Maßnahmen zur Optimierung unseres Filialnetzes und die Neuausrichtung in strategisch wichtigen Märkten sind notwendige Schritte, um langfristiges Wachstum zu sichern.“ Mit dieser Neuausrichtung setzt Geox seinen Fokus auf Profitabilität und Anpassungsfähigkeit in einem weiterhin herausfordernden globalen Marktumfeld.