stepsuisse: Herr Egli, welche Herausforderungen sehen Sie für den Schweizer Detailhandel in diesem Jahr?
Hansjörg Egli: Nach wie vor haben wir ein Problem mit der Preissituation. Immer noch fliessen Milliarden über die Schweizer Grenze in den Einzelhandel unserer Nachbarländer. Quer durch alle Branchen – aber eben auch im Schuhbereich. An diesem Thema müssen wir einfach weiter dranbleiben. Gewisse Unterschiede darf es meiner Ansicht nach im Preisbild von Produkten durchaus geben. Schliesslich sind die Gehälter in der Schweiz im Schnitt auch höher. Aber so ausufernd, wie es aktuell immer noch der Fall ist, schadet es dem Schweizer Detailhandel immens. Besonders prekär ist die Situation im Sportartikelbereich, wo die Verbraucher nach bestimmten Modellen suchen. Dadurch, dass wir diese Produkte in der Schweiz für einen höheren Preis anbieten, verdienen wir Händler im übrigen keineswegs mehr Geld.
stepsuisse: Wird das Internet zunehmend zur Konkurrenz für den stationären Schuheinzelhandel in der Schweiz?
H.E.: Es sollte vor allem ein Ansporn für uns sein, besser und schneller zu werden. Hoch motiviertes und kompetentes Personal ist dafür unverzichtbar. Ebenso eine angenehme Atmosphäre im Geschäft. Und ein Sortiment, das nicht austauschbar ist, sondern durch Besonderheiten hervorsticht. Dafür stellen wir für die Zusa-Mitglieder in jeder Saison ein Programm zusammen, das wirklich aus Highlights besteht. In vielen Kollektionen überwiegen klassische, klare und cleane Schnitte. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, hier die modischen Hingucker zu suchen. 50 unserer Händler nutzen dieses Angebot inzwischen. Das könnten gern auch mehr sein, damit wir das Programm auch zu attraktiven Konditionen anbieten können.
Das ausführliche Interview lesen Sie in der stepsuisse Ausgabe 01/2014