Zalando investiert rund 150 Mio. Euro in den Bau des ersten Logistikzentrums in Polen. Der Standort nahe der Kreisstadt Gryfino liegt etwa zehn Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt in einer Sonderwirtschaftszone. Für eine Ansiedlung steht Investoren hier eine Steuerbefreiung von 35% zu. Laut David Schröder, Logistikschef bei Zalando, verzichtete das Onlineunternehmen auf den Vorteil. „Für uns waren die strategische Lage, die hervorragende Infrastruktur und das Arbeitskräftepotential ausschlaggebende Auswahlkriterien, nicht die steuerlichen Vorteile. Deshalb haben wir den Steuervorteil auch nicht beantragt. Uns war wichtiger, dass in der Sonderwirtschaftszone schnell gebaut werden kann und Investoren hier gut unterstützt werden. Wir haben beispielsweise die benötigte Internet-Anbindung schon am Grundstück anliegen und brauchen das Kabel nur noch in das Gebäude zu ziehen“, erklärte David Schröder im Rahmen der Grundsteinlegung. Neben der Belieferung von Norddeutschland soll von hier aus auch der Markt in Polen bedient werden. Das Logistikzentrum wird von Fiege betrieben, mit dem Zalando u.a. bereits in Italien zusammenarbeitet.
Auch Amazon setzt auf Polen
In unmittelbarer Nähe vom Zalando-Standort in Polen, in der Ortschaft Kolbaskowo, errichtet aktuell mit Amazon ein weiteres E-Commerce Unternehmen ein Lager. Es ist das dritte Logistikzentrum des Konzerns in Polen. Die Fertigstellung wird für September 2017 erwartet.