Im Berliner Postbahnhof ist Zalando Studios, eine Tochtergesellschaft von Zalando, ansässig. Hier werden von den rund 300 Mitarbeitern durchschnittlich etwa 1.300 Artikel pro Tag aufgearbeitet, fotografiert und online gestellt. Laut einem Bericht von Business Insider kam es Ende Mai zu einem massiven Wassereinbruch. Dies soll bei starkem Regen regelmäßig der Fall sein. Darüber hinaus sei das Gebäude von Ratten befallen. Ein weiteres Problem seien immer wieder auftretende Stromschläge, heißt es in dem Bericht weiter. Hinzu kämen versperrte Fluchtwege und fehlgeleitete Kanalisationsrohre.
Zalando bezieht Stellung
In einer Stellungnahme äußert sich Zalando ausführlich zu den Vorwürfen, die in dem Bericht von Business Insider erhoben werden. „In einer Großstadt wie Berlin, nicht zuletzt in Gegenden, in denen es viele Baustellen gibt, wie derzeit in der Umgebung des Postbahnhofs der Fall, können Ratten auftauchen. Das nehmen Zalando und die Zalando Studios Geschäftsführung ernst und haben deswegen Kammerjäger beauftragt, die erweiterte Maßnahmen durchführen“, heißt es darin. Darüber hinaus stellt Zalando fest, dass es „keinen Deckendurchbruch“ gegeben habe. „Das Unwetter vom 20. Mai 2019, das in ganz Berlin schwere Schäden verursacht hat, brachte die Regenrinne am Postbahnhof zum Überlaufen, sodass kurzfristig und einmalig Wasser in einzelne Teile des Gebäudes gelaufen ist. Daraufhin wurde in diesem Bereich der Strom abgestellt und die Arbeit eingestellt. Der verstopfte Regenwasserablauf wurde gereinigt. Dabei handelte es sich um einen einmaligen Vorfall.“ Bei den Stromschlägen handle es sich zudem um statische Aufladungen, wie sie auch in Wohnräumen vereinzelt vorwiegend zur Winterzeit (durch trockene Heizungsluft) auftreten könnten. Die Böden im Postbahnhof seien nicht elektrisch leitend. „Unser Sicherheitsdienst kontrolliert die gesamten Flächen mehrmals am Tag. Elektrounfälle sind uns nicht bekannt. Die elektrische Versorgung ist gesichert und reagiert bei Fehlerströmen mit Stromunterbrechung.“