„Wir rechnen damit, das Jahr leicht profitabel abzuschließen“, sagte Rubin Ritter dem ’Handelsblatt‘. Für die nächsten Jahren plane Zalando weiter erhebliche Investitionen. Man wolle nicht ’zu früh‘ aufhören zu investieren. Stattdessen wolle Zalando weiter wachsen. Das Unternehmen setze jetzt rund 2 Mrd. Euro um, das sei ein Marktanteil von 0,5% in den 15 Ländern Europas, in denen Zalando bereits präsent ist, so Ritter. „Warum sollten das nicht irgendwann mal 2 oder 3% werden?“
Das Unternehmen werde künftig nicht mehr nur als reiner Online-Händler auftreten, der Ware einkauft und verkauft. „Wir stellen uns als strategische Plattform auf“, erklärte Ritter gegenüber dem ’Handelsblatt‘. Zalando wolle noch mehr bekannte Marke auf seine Seite holen, die ein großes Umsatzpotenzial in Europa hätten, aber keine eigenen Läden eröffnen wollten, wie Topshop und ab Mai Gap. Auch im Lifestyle-Bereich könne Zalando „immer noch wachsen“.Als Beispiele nannte Ritter Mode für schwangere Frauen, Unterwäsche und Bademode sowie Heimtextilien.
Sechs Jahre nach der Gründung zählt der Online-Modehändler nach eigenen Angaben mehr als 14 Mio. aktive Kunden. Die Internetseiten verzeichnen jeden Monat 100 Mio. Besuche, von denen fast jeder zweite von mobilen Geräten kommt. Im Weihnachtsgeschäft sind laut Rubin Ritter erstmals mehr als 50% der Besucher über mobile Endgeräte gekommen. „Genau hier liegt unsere Zukunft.“