Rubin Ritter macht Kasse – mal wieder. Der Finanzchef von Zalando hat laut einer Mitteilung des Onlinehändlers vom 8. Oktober Aktien im Wert von 1,68 Mio. Euro verkauft. Es ist nicht das erste Mal, dass Ritter in diesem Jahr Anteile an Zalando verkauft hat. So nahm das Vorstandsmitglied im Juni 5,24 Mio. Euro aus Aktienverkäufen ein, im Januar waren es sogar 9,3 Mio. Euro.
Zalando: Neues Vergütungsmodell für den Vorstand
Im Rahmen der Zalando-Hauptversammlung im Mai 2018 wurde ein neues Vergütungsmodell für den dreiköpfigen Vorstand des E-Commerce-Unternehmens beschlossen. So wurde das Grundgehalt von zuvor 200.000 Euro auf 65.000 Euro gesenkt. Im Gegenzug erhalten Robert Gentz, David Schneider und Rubin Ritter Aktienoptionen. Laut dem Aufsichtsratsvorsitzende Lothar Lanz könnte jede Option im besten Fall rund 103 Euro wert sein. Das würde insgesamt 180 Mio. Euro entsprechen – für jeden der drei Vorstände. Voraussetzung sind jedoch ein durchschnittlicher Anstieg des Jahresumsatzes in Höhe von 15% sowie ein stark steigender Aktienkurs. „Wenn der Aktienkurs nicht steigt oder das Wachstum ausbleibt, dann bekommen die Vorstandsmitglieder nichts“, sagte Lanz.
Aktien von Zalando unter Druck
Der Aktienkurs von Zalando stand in den vergangenen Wochen unter Druck. So hatte das Unternehmen am 17. September in einer Ad-hoc Mitteilung die Umsatz- und Gewinnprognosen gesenkt. „Der lange und außergewöhnlich heiße Sommer sowie ein verspäteter Start in die Herbst/Winter-Saison belasten das Umsatzwachstum und das bereinigte EBIT“, hieß es in der Mitteilung. Nach der Veröffentlichung verlor die Zalando-Aktie deutlich an Wert und brach um 18% ein. Innerhalb des vergangenen Jahres hat das Papier um 26,8% an Wert verloren.