Zalando startet den so genannten Algorithmic Fashion Companion (AFC) in 17 Ländern. Seinen Modegeschmack habe der AFC durch Machine Learning entwickelt, teilt das Unternehmen aus Berlin mit. Zalando-Entwicklerteams haben dem Algorithmus auf Basis von mehr als 200.000 Outfits beigebracht, einzelne Kleidungsstücke zu identifizieren und zu neuen Outfits zu kombinieren. „Kunden äußern häufig, dass sie sich Tipps wünschen, wie sie bestimmte Kleidungsstücke kombinieren können und dass sie es schätzen, Inspiration und Stylingtipps zu bekommen“, erklärt AFC-Produktmanagerin Marta Skassa. „Unsere Analysen von verwandten Produkten wie zum Beispiel ’Get the look’ haben klar gezeigt: Kunden, die diese Services nutzen, tätigen mit höherer Wahrscheinlichkeit einen Kauf und bestellen größere Warenkörbe. Mit dem AFC kann Zalando ihnen kostenlos eine unbegrenzte Zahl an Outfits vorschlagen, basierend auf Artikeln, die sie entweder schon in ihrem Kleiderschrank oder zu ihrer Wunschliste hinzugefügt haben.“
Algorithmus besteht Kundentest
Der Algorithmus hat seinen Modegeschmack laut Zalando bereits unter Beweis gestellt. „In Umfragen haben wir Kunden nach ihrer Meinung zu unterschiedlichen Outfits gefragt, von denen einige von Stylisten zusammengestellt wurden und andere durch den Algorithmus. Sogar unser Team war vom Ergebnis überrascht“, so Marta Skassa. Sowohl die Outfits der Stylisten, als auch die des AFC wurden von jeweils etwa 50% der Befragten als ’gut’ befunden. “Die Ergebnisse zeigen, dass der Computer sehr gut darin ist, Gelerntes zu reproduzieren. Aus der zur Verfügung gestellten Datenbasis kann der Algorithmus etwas erstellen, das den Geschmack der Leute überwiegend trifft. Stylisten kreieren etwas Neues, setzen Trends, Algorithmen folgen ihnen.“