Für das gesamte Geschäftsjahr 2014/15 (31.05.) geht man bei Wortmann derzeit auf Basis der aktuell vorliegenden Aufträge für die Frühjahr/Sommer-Saison 2015 von einem leichten Umsatzplus auf ca. 1,018 Mrd. Euro (Vorjahr 1,013 Mrd. Euro) aus. Die Exportquote werde sich hierbei in Höhe von ca. 53% auf Vorjahresniveau bewegen.
Für die Schuhbranche sei das vergangene Jahr zum einen durch ein erfreuliches Frühjahr/Sommer-Geschäft geprägt gewesen, während die zweite Jahreshälfte allerdings wie in den Vorjahrenn vor allem witterungsbedingt enttäuschend verlief, teilte das Unternehmen aus Detmold mit. Der Inlandsumsatz bei Wortmann stieg im ersten Geschäftshalbjahr leicht an. Von den Auslandsmärkten zeigten sich vor allem Frankreich, die Niederlande und Polen stark positiv. Spürbare Rückgänge verzeichneten die Märkte in Russland – stärkster Exportmarkt von Wortmann – und in der Ukraine. Auch in der zweiten Geschäftsjahreshälfte machen sich, in erster Linie durch den schwachen Rubel und die Auseinandersetzungen in der Ukraine verursachte, negative Einflüsse bemerkbar.
Die Tamaris-Systempartnerschaft mit Einzelhandelspartnern wächst laut Wortmann mit einem Plus von gut 9% weiterhin kontinuierlich. Per Ende Januar waren 970 Flächen (Vorjahr 888 Flächen) in 33 Ländern unter Vertrag. Hierzu gehören 313 Tamaris Mono-Label-Stores (Vorjahr 274) und 657 Shop-in-Shops (Vorjahr 614). Der Anteil der ausländischen Flächen liegt derzeit bei 45%. Die in 2014 gegründete Tamaris USA Inc. sei im Dezember erfolgreich auf der FFaNY in New York gestartet, eine der wichtigsten Messen der USA. Die Tamaris-Kollektion für den kommenden Herbst/Winter sei vom amerikanischen Fachpublikum durchweg positiv aufgenommen worden. Derzeit präsentiert Tamaris auf weiteren Messen in allen großen Städten der USA.
Das Private-Label-Geschäft der Wortmann-Tochter Novi Footwear Singapur/Hong Kong in Asien mit Kunden aus Übersee wachse wieder moderat, heißt es weiter. Anfang Januar 2015 bezog die Novi Footwear an ihrem größten Standort in China, Dongguan, neue Geschäftsräume für über 200 Mitarbeiter. Die räumliche Neuorganisation auf ca. 3.000 qm sei verbunden mit einer Anpassung und Verschlankung der Geschäftsprozesse in Fernost und stärke damit die Basis für weiteres Wachstum in Asien.
„Das kommende Geschäftsjahr 2015/16 ist aufgrund diverser aktueller, mit hoher Unsicherheit verbundenen Einflussfaktoren wie die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in der Ukraine, in Russland und Griechenland sowie die Stärke des US-Dollars nur sehr schwer einzuschätzen. Erste Verkaufszahlen für die kommende Herbst/Winter-Saison lassen noch keine verlässlichen Prognosen zu“, teilte Wortmann zu den Aussichten 2015 mit.