Die Exportquote blieb dabei konstant bei 53,2%. Positiv entwickelten sich laut Wortmann im europäischen Ausland vor allem die Märkte in Frankreich, Benelux und Großbritannien aber auch z.B. in Griechenland. Osteuropa sei in der zweiten Geschäftsjahreshälfte hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Das internationale Privat-Label-Geschäft der Novi Footwear, HongKong/Singapur, aus Asien heraus sei im vergangenen Geschäftsjahr – auch wechselkursbedingt – weiter rückläufig gewesen und habe damit ein besseres Abschneiden der gesamten Gruppe nicht zugelassen. Die neu gegründete USA-Tochter Tamaris Inc. soll wie geplant im Herbst 2014 mit dem Verkauf der Herbst/Winter-Kollektion 2015 starten.
Wie die Wortmann-Gruppe mitteilt, war das vergangene Geschäftsjahr einmal mehr geprägt durch diverse Wetterkapriolen, die sowohl der Schuh- als auch der Bekleidungsbranche in ganz Europa zu schaffen machten. Der Einfluss auf das Kaufverhalten der Endverbraucher sei deutlich zu spüren gewesen. Scheinbar unbeeindruckt davon wachse der Anteil des Internethandels weiter. Auch die Onlineshops von Tamaris hätten von dieser Entwicklung profitiert, wobei der Fokus nach wie vor klar auf einem Multichannel-Ansatz liege, mit dem Ziel, den stationären Schuhhandel mit dem digitalen noch enger zu verzahnen.
Im laufenden Geschäftsjahr will die Unternehmensgruppe kräftig in ihre Standorte investieren. Zum Ende dieses Jahres wird Wortmann in Detmold einen neuen Fabrikverkauf eröffnen. Die Bauarbeiten verlaufen derzeit planmäßig, sodass dem Start Ende November nichts im Wege stehen sollte, heißt es aus dem Unternehmen. Das Investitionsvolumen hierfür beträgt ca. 5 Mio. Euro. Ebenfalls in Detmold wird die Gruppe weitere ca. 4 Mio. Euro in den Ausbau ihrer Hauptverwaltung investieren. In Pirmasens will die Wortmann-Tochter Caprice ihre Beschaffungsprozesse optimieren und investiert hierzu an ihrem Standort ca. 3 Mio. Euro in ein neues Lager für Komponenten und Rohstoffe sowie Trainings- und Schulungskapazitäten.
Die Gesamtinvestitionen lagen im vergangenen Geschäftsjahr mit 16,5 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Die Ertragslage wird als durchweg zufriedenstellend bezeichnet. Bei einer konstant hohen Eigenkapitalquote von über 75% erfolgen sämtliche Investitionen grundsätzlich aus eigenen Mitteln. Bankkredite werden laut Wortmann nicht in Anspruch genommen.
Das aktuelle Geschäftsjahr 2014/15 wird in Detmold auch vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung in Osteuropa mit den wichtigen Absatzmärkten Russland und Ukraine, auf denen die Wortmann-Gruppe stets stark vertreten war, noch zurückhaltend eingeschätzt. Dennoch wird auf Basis der derzeit vorliegenden Auftragseingänge eine Umsatzsteigerung über der des vergangenen Jahres erwartet.
Die Wortmann-Gruppe gehört mit einem Paarzahlvolumen im laufenden Geschäftsjahr von 52,6 Mio. Paar, davon im Segment Fashion 31,6 Mio. und im Bereich Standard 21,0 Mio., zu den größten Schuhproduktions- und vertriebsunternehmen in Europa. International zählt die Gruppe derzeit insgesamt 1.114 Mitarbeiter (Vorjahr 1.092) davon 699 in Europa. Weltweit produzieren ca. 30.000 Arbeitskräfte für die Detmolder Unternehmensgruppe.