Die gemeinsame Erklärung der Wirtschaftsverbände soll die strategische Bedeutung einer Stärkung der Handelsbeziehungen, Investitionen und nachhaltigen Entwicklung durch das Abkommen ermöglichen.
Adressiert an die Präsidenten des Europäischen Parlaments, des Europäischen Rates, der Europäischen Kommission und des ungarischen Ratsvorsitzes sowie an den Mercosur-Ratsvorsitz wird in dem Aufruf hervorgehoben, dass zwischen der EU und dem Mercosur im Jahr 2022 Waren und Dienstleistungen im Wert von über 159 Mrd. Euro gehandelt wurde. Dabei hätten sich die gegenseitigen Investitionen auf nahezu 380 Milliarden Euro belaufen.
Diese Wirtschaftsbeziehungen seien die Grundlage für Millionen von Arbeitsplätzen auf beiden Kontinenten, argumentieren die unterzeichnenden Verbände. Sie betonen zudem, dass das Abkommen dazu beitragen kann, Herausforderungen durch geopolitische Instabilität und Unterbrechungen der Lieferkette zu mindern.
In der gemeinsamen Erklärung wird festgestellt, dass das Abkommen eine seltene Gelegenheit darstellt, die Beziehungen zwischen der EU und dem Mercosur zu stärken. Beide Seiten würden von einem Abkommen profitieren, das
das den wirtschaftlichen Aufschwung unterstützt und die Grundlagen für ein nachhaltiges Wachstum schafft.
Vorteile seien insbesondere die folgenden:
• Marktzugang und Wachstum: Die Beseitigung von Handelshemmnissen würde einen besseren Marktzugang ermöglichen und einen stetigen Fluss von Waren und Dienstleistungen erleichtern.
• Stabilität der Lieferketten: Gestärkte Handelsbeziehungen würden die Auswirkungen von Unterbrechungen der Versorgungskette abmildern und den zuverlässigen Zugang zu wichtigen Ressourcen sichern.
• Verstärkte Zusammenarbeit: Durch die Vertiefung der Zusammenarbeit könnte das Abkommen die nachhaltige Entwicklung, Arbeitsrechte und Umweltstandards in beiden Regionen Regionen stärken.
Mercosur bezeichnet den gemeinsamen südamerikanischen Markt (Mercado Común del Sur), ein regionaler Zusammenschluss der fünf südamerikanischen Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Venezuela.