Ein verregnetes Wochenende bietet optimale Bedingungen für einen Messebesuch. Man verpasst bei diesem Wetter nichts, und in der Messelocation ist es angenehm warm und hell. Und so startete die Supreme auf der Kaiserswerther Straße in Düsseldorf am 24. Januar mit guter Stimmung. Messechefin Aline Müller-Schade hatte in ihrer Ankündigung zu dem Event von „emotionalen Touchpoints in der Branche“ gesprochen. Ein solcher soll <die Supreme in Düsseldorf sein – mit einem Angebot von rund 450 Marken und Mode für Damen und Herren, Schuhen sowie einem großen Angebot an Accessoires. Die Rahmenbedingungen im Handel sind derzeit allerdings nicht optimal. Volle Läger im Handel ziehen Budgetkürzungen nach sich; der Optimismus hält sich in Grenzen. Für Roshan Paul, der die Marken Ulu Outdoor, Arkk Copenhagen und ID Eight in Düsseldorf präsentierte, ist aber Wegducken nicht das Mittel der Wahl, um mit den aktuellen Herausforderungen umzugehen. Vielmehr gelte es gerade jetzt, dem Verbraucher das Besondere zu zeigen. „Wir brauchen Innovationen und ganz neue Kategorien“, so der Branchenkenner, der mit Ulu Schuhe zeigte, die den gängigen Genres so gar nicht entsprechen: Voluminöse Snow Boots mit Vibram-Sohle, Stepp-Schaft und Shearling-Futter, die dank schnittiger Sohlenform erfrischend anders aussehen, sollen ihren Platz im gehobenen Mode- und gern auch Schuhhandel finden. Gerade da liege eine Chance, ist Paul überzeugt. Aus dem aktuellen Erfolg von Ugg Boots und Crocs lasse sich etwas lernen, nämlich dass es gerade die unkonventionellen und experimentellen Dinge sind, die Menschen begeistern.
Für den italienischen Schuhanbieter Nero Giardini war es der erste Auftritt auf der Supreme. „Es ist ein Versuch, auch im Modehandel Fuß zu fassen“, erläuterten Valentina Capretta und Katrin Seifert, die die Kollektion präsentierten. „Der Modehandel ist etwas mutiger. Das Umfeld auf der Supreme ist sehr wichtig für uns.“ Vor allem Stiefel seien gefragt, ob als klassische Reiter-Varianten in Schwarz oder Dunkelbraun oder sportivere Versionen mit Profilboden. Auch ein Overknee-Stiefel sei bereits gut angenommen worden, berichtete Katrin Seifert.