Das bisherige Wintermittel der ersten sechs Wochen liegt deutschlandweit bei 3,9 Grad Celsius, gegenüber dem vieljährigen Durchschnittswert von 0,2 Grad. Bliebe es in Deutschland weiter so mild, wäre der Januar 2014 am Ende etwa der drittwärmste Januarmonat seit 1881. „Allerdings ist nach momentanem Stand davon auszugehen, dass sich die Temperaturen in der zweiten Monatshälfte den jahreszeitlichen Normalwerten zunehmend wieder annähern werden“, teilt der Deutsche Wetterdienst mit. Der bislang mildeste Winter war der Winter 2006/2007 mit einem Wert von 4,4 Grad Celsius. Danach folgen die Winter 1989/1990 sowie 1974/1975 mit jeweils 3,6 Grad.
Einen eindeutigen Beweis für die Existenz des vom Menschen verursachten Klimawandels liefere der Winter 2013/2014 in Deutschland jedoch ebenso wenig wie irgendein anderes Einzelereignis. Analog stelle auch der kalte Winter in Nordamerika keinesfalls einen Gegenbeweis dar. Änderungen des Klimas der Erde seien immer langfristig und für die gesamte Erde zu beurteilen. Neben dem ausgeprägten Kältezentrum über dem nordamerikanischen Kontinent sowie – abgeschwächt – über Teilen des westlichen Nordatlantiks finden sich laut dem Deutschen Wetterdienst weltweit nur wenige Regionen mit markanten Abweichungen zur kalten Seite. Demgegenüber war es bislang nicht nur in weiten Teilen Europas, sondern auch im westlichen Sibirien, im östlichen Pazifik sowie fast im gesamten Polargebiet erheblich zu warm. Die höchsten Abweichungen traten dabei im Bereich des arktischen Ozeans nördlich der Barentssee auf. Dort war es bis zu 13 Grad Celsius wärmer als im vieljährigen Mittel des Referenzzeitraums. Insgesamt lag die Abweichung zur warmen Seite für die Nordhemisphäre bei rund 0,6 Grad, global war es etwa 0,4 Grad wärmer als im Referenzzeitraum.