Das Hygienekonzept steht. Die Türen bleiben offen. Auf einem Rollwagen finden die Kunden Desinfektionsmittel und tragen sich in eine Liste für die Nachverfolgung ein, führt Ralph Leibbrand aus.
Seit November letzten Jahres pflegt Leder Horn für jede Filiale eine eigene Facebook-Seite. Dort informierte der Händler über die baldige Öffnung der Geschäfte. Auch die Kindergärten wurden angeschrieben.
Ralph Leibbrand blickt aktuell mit Optimismus in die Zukunft. Dazu trägt nicht nur die Öffnungsperspektive bei. „Die Zusammenarbeit mit der Industrie war aus meiner Sicht in der Pandemie vorbildlich. Das können nicht alle Branchen sagen.“ Und: In diesen Tagen geht sein neuer Online-Shop an den Start, den er zusammen mit fünf Kollegen aus der Lederwarenbranche betreibt.
Diese positiven Entwicklungen mildern ein wenig den Ärger über einige Corona-Maßnahmen, die er nicht nachvollziehen kann. Ein Beispiel: Während er in seinem Geschäft in Bruchsal Ergonomieberatungen mit Termin durchführen kann, müssen seine Türen im 15 Kilometer entfernten Karlsruhe geschlossen bleiben – während gleichzeitig der Schreibwaren- und Papeteriehändler mit großer Schulranzenabteilung öffnen darf…