Der Wettbewerb im Einzelhandel dürfte sich in nächster Zeit in der Region Bonn/Rhein-Sieg weiter verschärfen. Auch durch den Online-Handel gerate der stationäre Handel immer stärker unter Druck. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Branchenreport ’Einzelhandel‘ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg.
Entsprechend des jüngst erschienenen Branchenreports der IHK verfügt der stationäre Einzelhandel in der Region Bonn /Rhein-Sieg über eine Verkaufsfläche von 1,39 Mio. Quadratmetern. Davon entfallen 952.380 qm auf den Rhein-Sieg-Kreis, knapp 439.000 qm auf Bonn. Im Vergleich zum Vorjahr sind im Rhein-Sieg-Kreis rund 20.000 qm neue Verkaufsfläche hinzugekommen.
„Im Rhein-Sieg-Kreis steigt die Verkaufsfläche seit Jahren stetig, was den Wettbewerb zwischen Betriebsformen und Standorten verschärft. Die Kunden entscheiden naturgemäß nicht nach kommunalen Grenzen, wo sie einkaufen, sondern pragmatisch, etwa nach Parkplätzen und Angebot. Dem Handel im Rhein-Sieg-Kreis und in Bonn kommt dabei das anhaltend starke Bevölkerungswachstum und die hohe Kaufkraft zu Gute. Das trägt mit zu der Haltung vieler Kommunen bei, dem Einzelhandel attraktive und großzügige Flächen bereitzustellen“, so Eva Eichenberg, Referentin Handel bei der IHK Bonn/Rhein-Sieg.
Onlinehandel als zunehmende Herausforderung
Trotz der Zunahme der Verkaufsflächen in der Region, verzeichneten Einzelhändler in Bonn und anderen Städten und Gemeinden teils deutliche Frequenzrückgänge bis zu 50%, heißt es Branchenreport. „Offenbar streben insgesamt immer weniger Menschen zum Einkauf in die Innenstädte“, so IHK-Handelsreferentin Eva Eichenberg. Ein wesentlicher Grund dafür sei der zunehmende Onlinehandel. Online-Handel benötigt weniger Fläche als stationärer Handel. Ferner sorge die moderne Arbeitswelt dafür, dass in der Woche weniger Zeit für Freizeit bleibt oder diese erst später beginnt. Folge: Umsatzverluste zwischen Montag und Freitagmittag, die sich am Freitagnachmittag und Samstag nicht aufholen lassen. Eichenberg: „Eine weitere Herausforderung für den Innenstadthandel: die Erreichbarkeit. Nach wie vor kommen etwa in Bonn 40 Prozent der Kunden mit dem eigenen Pkw. Es wird aber immer schwieriger, in vertretbarer Zeit in die Stadt zu gelangen und dort genügend Parkmöglichkeiten zu finden. Also denken die Kunden immer häufiger über Alternativen nach.“
Während der Umsatz im deutschen Einzelhandel 2013 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 1,1 Prozent gestiegen ist und 2014 voraussichtlich um 1,5 Prozent wächst, verbucht der Onlinehandel zweistellige Zuwachsraten. “Wer sich auf die Entwicklung einstellt, kann jedoch von ihr profitieren und muss die Zukunft nicht fürchten. „Multi-Channeling” meint das intelligente Verknüpfen verschiedener Vertriebskanäle, vor allem von stationär und online. Genau da liegt die Chance des stationären Handels: Er muss sich auf seine Stärken besinnen – Beratung, persönliche Kundenansprache und die unmittelbare Gelegenheit für die Kunden, die Ware anzufassen und auszuprobieren. Und dazu gezielt den Online-Service verstärken“, so Eichenberg.
Erlebnis-Einkauf als Erfolgskonzept
Das Fazit der Marktexpertin lautet daher: „Innenstädte müssen attraktiver und gut zu erreichen sein, um Publikum anzuziehen. Es braucht immer wieder Anlässe, um die Menschen vom Sofa und Notebook in die Stadt zu locken.“
Der Wettbewerb im Einzelhandel dürfte sich in nächster Zeit in der Region Bonn/Rhein-Sieg weiter verschärfen. Auch durch den Online-Handel gerate der stationäre Handel immer stärker unter Druck. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Branchenreport ’Einzelhandel‘ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg.
Entsprechend des jüngst erschienenen Branchenreports der IHK verfügt der stationäre Einzelhandel in der Region Bonn /Rhein-Sieg über eine Verkaufsfläche von 1,39 Mio. Quadratmetern. Davon entfallen 952.380 qm auf den Rhein-Sieg-Kreis, knapp 439.000 qm auf Bonn. Im Vergleich zum Vorjahr sind im Rhein-Sieg-Kreis rund 20.000 qm neue Verkaufsfläche hinzugekommen.
„Im Rhein-Sieg-Kreis steigt die Verkaufsfläche seit Jahren stetig, was den Wettbewerb zwischen Betriebsformen und Standorten verschärft. Die Kunden entscheiden naturgemäß nicht nach kommunalen Grenzen, wo sie einkaufen, sondern pragmatisch, etwa nach Parkplätzen und Angebot. Dem Handel im Rhein-Sieg-Kreis und in Bonn kommt dabei das anhaltend starke Bevölkerungswachstum und die hohe Kaufkraft zu Gute. Das trägt mit zu der Haltung vieler Kommunen bei, dem Einzelhandel attraktive und großzügige Flächen bereitzustellen“, so Eva Eichenberg, Referentin Handel bei der IHK Bonn/Rhein-Sieg.
Onlinehandel als zunehmende Herausforderung
Trotz der Zunahme der Verkaufsflächen in der Region, verzeichneten Einzelhändler in Bonn und anderen Städten und Gemeinden teils deutliche Frequenzrückgänge bis zu 50%, heißt es Branchenreport. „Offenbar streben insgesamt immer weniger Menschen zum Einkauf in die Innenstädte“, so IHK-Handelsreferentin Eva Eichenberg. Ein wesentlicher Grund dafür sei der zunehmende Onlinehandel. Online-Handel benötigt weniger Fläche als stationärer Handel. Ferner sorge die moderne Arbeitswelt dafür, dass in der Woche weniger Zeit für Freizeit bleibt oder diese erst später beginnt. Folge: Umsatzverluste zwischen Montag und Freitagmittag, die sich am Freitagnachmittag und Samstag nicht aufholen lassen. Eichenberg: „Eine weitere Herausforderung für den Innenstadthandel: die Erreichbarkeit. Nach wie vor kommen etwa in Bonn 40 Prozent der Kunden mit dem eigenen Pkw. Es wird aber immer schwieriger, in vertretbarer Zeit in die Stadt zu gelangen und dort genügend Parkmöglichkeiten zu finden. Also denken die Kunden immer häufiger über Alternativen nach.“
Während der Umsatz im deutschen Einzelhandel 2013 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 1,1 Prozent gestiegen ist und 2014 voraussichtlich um 1,5 Prozent wächst, verbucht der Onlinehandel zweistellige Zuwachsraten. “Wer sich auf die Entwicklung einstellt, kann jedoch von ihr profitieren und muss die Zukunft nicht fürchten. „Multi-Channeling” meint das intelligente Verknüpfen verschiedener Vertriebskanäle, vor allem von stationär und online. Genau da liegt die Chance des stationären Handels: Er muss sich auf seine Stärken besinnen – Beratung, persönliche Kundenansprache und die unmittelbare Gelegenheit für die Kunden, die Ware anzufassen und auszuprobieren. Und dazu gezielt den Online-Service verstärken“, so Eichenberg.
Erlebnis-Einkauf als Erfolgskonzept
Das Fazit der Marktexpertin lautet daher: „Innenstädte müssen attraktiver und gut zu erreichen sein, um Publikum anzuziehen. Es braucht immer wieder Anlässe, um die Menschen vom Sofa und Notebook in die Stadt zu locken.“