Vivobarefoot legt im Unfinished Business Report die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2023/2024 (Ende: 29. Juni 2024) vor. Dabei werden sowohl wirtschaftliche Kennzahlen als auch Nachhaltigkeitsfortschritte zusammengefasst. Der Umsatz über alle Kanäle ist von 73,4 Mio. Britischen Pfund (88,3 Mio. Euro) auf 87,2 Mio. Britische Pfund (104,9 Mio. Euro) um 19% gewachsen. Jedoch schloss das Unternehmen das Geschäftsjahr mit einem Verlust von 1,8 Mio. Pfund (2,2 Mio. Euro) ab. Im Jahr zuvor gab es einen Gewinn von 1,1 Mio. Pfund (1,3 Mio. Euro). Die EBITDA-Marge ist von 2% auf -0,7% gefallen. Vivobarefoot erklärt das unter anderem mit Problemen auf der Webseite im Oktober und November 2023, die einige Kunden davon abgehalten haben, Schuhe zu bestellen. Außerdem wurden die Lieferketten aufgrund der Störungen am Suezkanal im Januar 2024 stark negativ beeinflusst. Dazu kam ein Zuwachs an inflationsbegründeten Kosten im Digitalmarketing von 20%, durch die der D2C-Kanal weniger profitabel war.
Positiv stimmt, dass mit rund 1,1 Mio. verkauften Schuhen zum ersten Mal die Millionenmarke geknackt wurde. Der D2C-Anteil ist auf 63% gestiegen. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der deutsche Markt seit Februar 2023 In-House betreut wird. Als neuer Investor konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Sofina Group gewonnen werden, die kürzlich zum zweiten Mal investiert hat. Mit den Ressourcen will sich Vivobarefoot strategisch weiterentwickeln, um profitabler und krisensicherer zu agieren.
Zur Messung zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele wurden 372 Indikatoren aus diversen ESG (Environmental, Social and Governance) Reporting Frameworks zusammengestellt, in denen der Fortschritt bewertet wurde. War die Lieferkette bereits im Geschäftsjahr 2022/2023 auf erster Ebene zu 100% transparent, konnte nun auch die 100-prozentige Transparenz auf zweiter Ebene bekanntgegeben werden. Die dritte Ebene ist bisher zu 8% transparent. Außerdem konnte der Recyclingdienst Revivo wachsen und bei einem Umsatz von 4,4 Mio. Pfund (5,3 Mio. Euro), einem Plus von 31%, insgesamt 53.000 Paar Schuhreparaturen durchführen. An Emissionen hat Vivobarefoot im Geschäftsjahr insgesamt 110,62 Tonnen an CO2-Äkquivalenten verursachen.