Ob renommierte Fashionlabels oder junge internationale Brands, die das eigene Konzept in Deutschland erst einmal testen wollen: Die Textilbranche bleibt mit einem Anteil von knapp 30% die aktivste Nachfragergruppe in den beliebtesten Shoppingmetropolen. Bemerkenswert ist in Bezug auf Textilanbieter die große Bandbreite an unterschiedlichen Flächenanforderungen, welche die verschiedenen Konzepte an Ladengeschäfte in den Innenstädten stellen.
„Spürbar an Bedeutung gewonnen hat die Systemgastronomie, die für eine hohe Aufenthaltsqualität und ein gesteigertes Shopping-Erlebnis in Citylagen unverzichtbar geworden ist und gut 17 % beiträgt“, betont Christoph Scharf, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Head of Retail Services. Darüber hinaus stehen die Top-Standorte vermehrt auf den Expansionslisten von Labels der Branche Körperpflege und Gesundheit, die ihr Filialnetz in Deutschland ausbauen wollen, wie beispielsweise die internationalen Kosmetikunternehmen Aesop oder Lush.
„Die weiterhin hohe Attraktivität der Innenstadtlagen deutscher Klein-, Mittel- und Großstädte wird dadurch unterstrichen, dass für fast 42% der Vermietungen und Eröffnungen von Modelabels internationale Retailer verantwortlich zeichneten“, so Scharf. Besonders expansiv zeigte sich der schwedische Modefilialist H&M, der im ersten Halbjahr sein Filialnetz insbesondere in kleineren Städten ausgeweitet hat. Dies gilt auch für die vertikale Ausrichtung des Unternehmens mit weiteren Anmietungen und Eröffnungen der Schienen &other stories, COS und Weekday. Somit ist es nicht verwunderlich, dass schwedische Textiler knapp 19% des Umsatzes ausmachten. In Standorte außerhalb der Großstädte investiert in Zukunft auch der amerikanische Off-Price-Filialist TK Maxx, der bei der weiteren Expansion verstärkt auf innerstädtische Shopping Center setzt.