Für die Beschäftigten der sechs Schließhäuser (die Warenhäuser in Hamburg-Billstedt und Stuttgart, die K-Town-Filialen in Köln und Göttingen sowie die Schnäppchenmärkte in Paderborn und Frankfurt/Oder) schreibt der Tarifsozialplan wiederum eine bereits vereinbarte, rückwirkende Tarifleistung verbindlich fest. Diese Beschäftigten bekommen für ein Jahr die Folgen aus dem Ausstieg aus der Tarifbindung finanziell kompensiert.
„Mit diesem Tarifsozialplan wollen wir die Kolleginnen und Kollegen unterstützen, die ihre Kündigung erhalten haben. Wir wissen, dass wir die Folgen der Erwerbslosigkeit nicht vollständig abfedern können. Der Tarifsozialplan kann aber zumindest einen Teil der entstehenden Härten abmildern“, sagte Arno Peukes, Verdi-Verhandlungsführer für Karstadt.
Der Tarifsozialplan ergänzt die Sozialplanregelungen, die der Gesamtbetriebsrat im Februar mit Karstadt vereinbart hatte.
Peukes erneuerte die Kritik am Abbau von insgesamt rund 2.400 Arbeitsplätzen bei Karstadt Warenhaus. „Wir wollen, dass Karstadt zu einem erfolgreichen Zukunftswarenhaus wird. Die Entscheidung der Arbeitgeber, insgesamt 2.400 Stellen zu streichen, steht dazu im Widerspruch und ist nicht der richtige Weg. Die Kundinnen und Kunden erwarten in einem Warenhaus gute Beratung und besten Service und dafür braucht es ausreichendes und motiviertes Personal auf den Verkaufsflächen.“
Verdi fordert für die nächsten Tarifverhandlungen unter anderem eine tarifvertragliche Standortsicherung für alle Karstadt-Häuser (Warenhaus, Sport und Premium) sowie eine tarifliche Regelung zur Beschäftigungssicherung für alle verbleibenden Arbeitsplätze. „Wir wollen von der Arbeitgeberseite ein Konzept sehen, mit dem sich alle verbleibenden Häuser in den nächsten Monaten erfolgreich aufstellen können. Dazu gehören für uns unverzichtbar die Standort- und Beschäftigungssicherung“, unterstrich Peukes.