„Die Behauptung Amazons, man sei auch ohne Tarifvertrag ein guter Arbeitgeber, wird durch die Streiks entlarvt. Die Beschäftigten sind unzufrieden und fordern ihr Recht auf einen Tarifvertrag ein. Amazon hingegen mauert und stellt damit erneut seine Gewerkschaftsfeindlichkeit unter Beweis. Die Beschäftigten zeigen viel Mut und einen langen Atem. Es ist beeindruckend, dass sie sich im Kampf für ihre Rechte nicht beirren lassen“, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.
Nutzenberger betonte, dass die Beschäftigten in Deutschland durch flexible, kurzfristig angesetzte Streiks dafür sorgen, dass Amazon sich schwerer auf die Arbeitsniederlegungen einstellen kann und das Weihnachtsgeschäft nicht störungsfrei verlaufe. „Zudem organisieren sich die Beschäftigten auch in Polen und zeigen, wir lassen uns nicht spalten“, sagte Nutzenberger.
Die Streiks in den Versandzentren sollen vorläufig einen Tag bis zum Ende der Spätschicht, in Elmshorn bis zum frühen Abend andauern. In Koblenz wird der Streik Dienstagfrüh, 1. Dezember 2015, vorläufig beendet.