Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) kündigt für die Weihnachtszeit bundesweite Streiks an verschiedenen Amazon-Standorten an. Bereits am Donnerstag, den 19. Dezember, startet die Streikaktion in Werne in Nordrhein-Westfalen. Dabei möchte Verdi den Online-Giganten durch Arbeitsniederlegung „an empfindlichen Punkten treffen“,um durch Druck im Kampf für faire Arbeitsbedingungen zu protestieren. Die Gewerkschaft fordert dabei die Anerkennung des Tarifvertrags des Einzel- und Versandhandels sowie den Abschluss eines Tarifvertrags. Bis zum Ende des Jahres ruft Verdi auch an weiteren Amazon-Standorten zum Streik auf.
Auch in den Vereinigten Staaten wird in diesem Jahr zum ersten Mal landesweit gestreikt: Auch dort stehen die Arbeitsbedingungen der Amazon-Beschäftigten im Fokus, die Forderungen der Gewerkschaft Teamsters richtet sich gegen Verstöße von Amazon gegen das Bundesarbeitsrecht, insbesondere gegen die Weigerung, die Gewerkschaft anzuerkennen und mit ihr zu verhandeln.
„Solidarität kennt keine nationalen Grenzen“, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer. „Ver.di ist weltweit mit anderen Gewerkschaften und den Amazon-Beschäftigten vernetzt. Das Wissen voneinander und der Austausch zu den Vorgehens- und Umgehensweisen von Amazon mit den Beschäftigten ist unsere Stärke. Unsere Aktionen werden zeigen, dass wir nicht nachlassen. Wir kämpfen weiter für faire Löhne, sichere Arbeitsbedingungen und die Anerkennung von Tarifverträgen.“
„Die Teamsters sind stolz darauf, gemeinsam mit UNI Global Union und Verdi gegen Amazons Gier und Korruption zu kämpfen“, sagte Teamsters-Präsident Sean M. O’Brien. „Amazon lebt davon, Arbeiter auszubeuten und Verantwortung zu vermeiden, aber Gewerkschaften auf der ganzen Welt sind sich in unseren Forderungen einig: Amazon-Arbeiter verdienen gute Löhne, Sicherheit und Respekt.“