Amazon habe es in der Hand, Beschäftigten und Kunden ein reibungsloses Weihnachtsgeschäft zu ermöglichen. Doch solange der Versandhändler sich weigere, einen Tarifvertrag abzuschließen, werde es in diesem Jahr zu flexiblen, auch kurzfristig angesetzten Streiks kommen, auf die sich das Unternehmen schlechter einstellen könne. „Wie der US-Versandhändler Amazon wirklich tickt, sieht man daran, dass das Unternehmen den Beschäftigten in Leipzig als besonderes Weihnachtsgeschenk ab Anfang 2016 willkürlich einen Tag Urlaub streicht“, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.
Mit den Arbeitsniederlegungen wollen die Beschäftigten ihrer Forderung nach einem Tarifvertrag einfordern. Amazon weigere sich bis heute, über einen Tarifvertrag auch nur zu verhandeln und will die Arbeitsbedingungen weiterhin „willkürlich und einseitig diktieren“, heißt es von Verdi.
Amazon betreibt in Deutschland acht große Versandzentren, zwei davon in Bad Hersfeld. Die Streiks an den Standorten Rheinberg, Werne, Leipzig und Bad Hersfeld dauern vorläufig bis zum Ende der heutigen Spätschicht an. Am Standort Koblenz wird bis Donnerstagfrüh (26. November 2015) gestreikt.