Nach Angaben von Verdi beginnen die Arbeitsniederlegungen am Montag (30. März.) mit der Nachtschicht in Bad Hersfeld. Die Beschäftigten in Rheinberg, Werne und Koblenz schließen sich mit der Frühschicht an. Die Streiks sollen bis zum Ende der Spätschicht am Dienstag andauern. Der Streik in Leipzig beginnt hat indes mit der Nachtschicht von Sonntag auf Montag begonnen.
Damit befinden sich die Beschäftigte an fünf von acht Amazon-Versandhandelsstandorten gleichzeitig im Streik. In bayerischen Graben hatten die Beschäftigten im Rahmen der flexiblen Streikstrategie die Arbeit bereits eine Woche zuvor nieder gelegt.
„Amazon muss sich endlich bewegen und die Rechte der Beschäftigten respektieren. Sie fordern verlässliche, existenzsichernde Arbeitsbedingungen, die per Tarifvertrag garantiert werden, und wollen nicht von der Willkür eines Arbeitsgebers abhängig sein, der ihnen die Bedingungen einseitig diktiert“, sagte Stefanie Nutzenberger, Verdi-Bundesvorstandsmitglied.
Die Beschäftigten des weltweit größten Versandhändlers Amazon kämpfen seit rund zwei Jahren für einen Tarifvertrag. Amazon weigert sich grundsätzlich, solch einen Vertrag abzuschließen. Beschäftigte bei Amazon klagen über hohe Befristungsquoten, permanenten Leistungsdruck und regelmäßige sogenannte Feedback-Gespräche, mit denen auf sie Druck ausgeübt wird. Die Krankenstände bei Amazon seien ungewöhnlich hoch und schwanken je nach Standort zwischen 12 bis 25%