Seit dem 21. September sind die Mitarbeiter des Online-Versandhändlers Amazon an den Versandstandorten Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Rheinberg, Werne (beide NRW), Graben (Bayern), Pforzheim (Baden-Württemberg) sowie die Beschäftigten des DVD-Verleihers und Video-Streaming-Dienstes Amazon Prime Instant Video Germany GmbH aus Elmshorn (Schleswig-Holstein) im Ausstand, teilt die Gewerkschaft Verdi mit.
„Die Beschäftigten bei Amazon haben genug davon, dass ihnen elementare Rechte vorenthalten werden. Sie verlangen einen Tarifvertrag, der ihnen existenzsichernde Löhne und gute Arbeitsbedingungen garantiert. Amazon behauptet immer wieder, man respektiere die Mitarbeiter. Aber die Realität sieht anders aus. Das Unternehmen diktiert willkürlich die Arbeitsbedingungen, es verschleißt Beschäftigte durch ein rigides System von Leistungsdruck und Kontrolle und verschafft sich zulasten von ihnen, anderen Händlern und letztlich auch der Verbraucher unfaire Wettbewerbsvorteile. Der Druck der Beschäftigten wird nicht nachlassen, daran ändert auch die zuletzt von Amazon angekündigte Lohnerhöhung nichts. Sie ersetzt keinen Tarifvertrag“, sagte Stefanie Nutzenberger, Verdi-Bundesvorstandsmitglied.
Die Streiks sollen in Bad Hersfeld, Leipzig, Rheinberg und Werne bis zum Samstag, 26. September, in Graben bis zum Mittwoch, 23. September, in Pforzheim und Elmshorn bis diesen Montag, 21. September, andauern. Sie werden an allen Standorten nach dem jeweiligen Ende der Spätschicht vorläufig ausgesetzt, heißt es von Seiten Verdi.