„Die Beschäftigten bei Amazon fordern mit Nachdruck ihr Recht auf einen Tarifvertrag ein. Sie haben Amazon in den vergangenen Wochen mit kurzfristig angesetzten Streiks unter Druck gesetzt und ihre Beharrlichkeit wird nicht nachlassen. Solange der Versandhändler sich weigert, über existenzsichernde Arbeitsbedingungen zu verhandeln, wird es immer wieder zu Streiks kommen. Es ist beeindruckend, dass sich die Beschäftigten von Versprechungen nicht ködern und von Drohungen nicht beeindrucken lassen. Amazon sollte endlich seine gewerkschaftsfeindliche Haltung aufgeben und existenzsichernde, gute Arbeitsbedingungen garantieren. Die Streiks entlarven das Unternehmen, das behauptet, man könne auch ohne Tarifvertrag ein guter Arbeitgeber sein“, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.
Die Streiks sollen laut Verdi in Rheinberg, Werne, Graben und Koblenz bis einschließlich 24. Dezember fortgeführt werden. In Bad Hersfeld dauert die Arbeitsniederlegung bis einschließlich 22. Dezember, in Leipzig bis zum Ende der Spätschicht 21. Dezember an. In Leipzig wird am 21. Dezember 2015 über eine Fortsetzung des Streiks entschieden.