Die Auftragseingänge lagen um real 20% über den Ergebnissen des Vorjahrs und auch die Umsätze stiegen um real 19%. Ebenso konnten die Exporte um 6% von 466 Mio. Euro in 2013 auf 494 Mio. Euro im vergangenen Jahr gesteigert werden. Die wichtigsten Exportmärkte für deutsche Näh- und Bekleidungstechnik waren die USA, China und Italien. Auch der Ausblick auf 2015 gestaltet sich positiv. „In den ersten zwei Monaten 2015 konnten die deutschen Hersteller von Näh- und Bekleidungstechnik schon wieder ein Umsatzplus von real 20,5% vermelden, und das im Vergleich zum bereits glänzend gelaufenen Vorjahr“, erklärte Elgar Straub, Geschäftsführer VDMA Bekleidungs-und Ledertechnik, anlässlich der Wirtschaftspressekonferenz zur Texprocess am 29. April in Frankfurt. Lediglich die Auftragseingänge verzeichneten in den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres ein geringes Minus von real 2,9%, allerdings verglichen mit einer hohen Vorjahresbasis.
Große Erwartungen werden in die am 4. Mai beginnende Texprocess gesetzt. Die internationale Leitmesse für die Verarbeitung von textilen und flexiblen Materialien geht vom 4. bis zum 7. Mai zum dritten Mal an den Start und bietet den weltweiten Herstellern von Näh- und Bekleidungstechnik die ideale Plattform, ihre Innovationen einem internationalen Publikum zu präsentieren. Topthemen der Texprocess werden Industrie 4.0 sowie Nachhaltigkeit sein. Die Kommunikation der Werkstücke mit den Bearbeitungsmaschinen und damit ’Serienfertigung mit Losgröße eins‘ rücken in der Bekleidungsindustrie und anderen Abnehmerbranchen in greifbare Nähe. „Um diesem wichtigen Thema Rechnung zu tragen hat der VDMA Bekleidungs- und Ledertechnik eine Industrie 4.0 Task Force, bestehend aus Mitgliedsunternehmen und deren Kunden, gegründet“, so Straub. „Die Chancen, die dieser Expertenkreis für die gesamte Bekleidungstechnik und -industrie sieht, sind die Rückverlagerung von Produktion hoch- und mittelpreisiger Produkte, die Schaffung flexibler Fertigungslinien sowie die übergreifende Definition von Schnittstellen zwischen Maschinen und IT.“