Ermittelt hat der Verband die Zahlen in einer Befragung von 606 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland. In den nächsten fünf Jahren wollen demnach 13% generative KI zentral im Unternehmen verwenden, 19% wollen das erst später tun. Für mehr als die Hälfte (54%) der Unternehmen ist der Einsatz generativer KI auch in der Zukunft kein Thema.
„Abwarten und Nichtstun ist bei Künstlicher Intelligenz die falsche Strategie“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „In den vergangenen Monaten haben wir rasante Fortschritte bei generativer KI gesehen. Die Möglichkeiten reichen inzwischen von der Textanalyse und -erstellung über das Schreiben von Programmcode bis zum Erzeugen von Fotos und Videos. Jedes Unternehmen sollte sich mit dem KI-Einsatz beschäftigen und die Chancen von höherer Effizienz bis zu neuen Produkten oder Dienstleistungen nutzen.“
Da derzeit große Unsicherheit bei der gewerblichen Nutzung von KI herrsche, hat Bitkom nach eigenen Angaben einen Leitfaden veröffentlicht, der die wesentlichen rechtlichen Fragen beim Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz in Unternehmen beantworten soll. Nach einer Einführung in die technischen Grundlagen und Anwendungsmöglichkeiten generativer KI erörtern darin die Autorinnen und Autoren zunächst rechtliche Aspekte bei der Beschaffung von Künstlicher Intelligenz und geben eine Checkliste dazu an die Hand. Im Hauptteil werden zahlreiche Fragen behandelt und beantwortet, die sich beim KI-Einsatz in der Praxis stellen, etwa welche Rolle die DSGVO spielt und was bei der Datenverarbeitung zu beachten ist, wie KI-Systeme abzusichern sind und wie es um Haftungsrisiken steht. Darüber hinaus werden Schutzrechtsfragen, insbesondere zum Urheber-, Geschäftsgeheimnis- und Markenschutzrecht erörtert sowie arbeitsrechtliche und ethische Aspekte behandelt.
Der Leitfaden kann hier heruntergeladen werden.