"Das Vorjahr war eine Katastrophe, daher war unser hohes Plus fast schon zwangsläufig“, bilanzierte eine Händlerin mit realistischer Einschätzung der Lage. Dennoch war die Stimmung unter den befragten Händlern vor dem Hintergrund der deutlichen Umsatzsteigerung bundesweit sehr positiv.
Frühling und Kauflust der Damen machten auf die neue Ware neugierig: Am gefragtesten waren leichte Sommer-Stiefeletten, Pumps, Slipper, Ballerinas und Sneaker. Aber auch schon Sandalen gelangten recht rasch in die Einkaufstüten. Helle Naturfarben, metallisierte Oberflächen und flache Absätze dominierten beim Kauf.
Die Herren zeigten sich aufgeschlossen gegenüber neuen Entwicklungen bei pfiffigen sportiven Schuhen. Farbige Nähte, zweifarbige Sohlen oder schlanke Leisten wurden in diesem Zusammenhang erwähnt. Velours bekam oftmals den Vorzug vor dem glatten Leder. In den Kinderabteilungen zeichnete sich ein gemischten Bild ab. Für die Jungen und Mädchen standen Sneakers, Skater, Ballerinas, Chucks, Leinenschuhe in knalligen Farben hoch in Kurs.
Insgesamt verbuchten die deutschen Schuhfachhändler im Vergleich zum Vorjahr ein zweistelliges Umsatzplus von 25,8%. Im Norden Deutschland kam der Schuhhandel auf 31,4%, im Süden auf 18,5%, im Westen auf 29,1% und im Osten der Bundesrepublik auf 38,4%.