Insgesamt erreichte der Flächenumsatz 2015 in Innenstadtlagen ein Volumen von knapp 950.000 qm, gibt der Immobilien-Spezialist BNP Paribas Real Estate bekannt. Fortgesetzt habe sich der Trend einer leicht steigenden Durchschnittsgröße pro Anmietung. Während diese im Jahr 2013 noch bei gut 580 qm lag, wurden 2015 von den Retailern im Schnitt fast 660 qm angemietet. Der Anteil der Filialisten beläuft sich den BNP-Marktexperten zufolge auf knapp 82%.
Ein Drittel des Umsatzes an etablierten Standorten
Rund 20% des Flächenumsatzes entfallen auf die großen deutschen A-Standorte (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart). In den 20 B-Städten, die BNP Paribas Real Estate zusätzlich zu den Top-Standorten regelmäßig analysiert, wurden weitere 15% des Umsatzes getätigt. Die verbleibenden knapp zwei Drittel des Marktgeschehens spielten sich dagegen in den kleineren deutschen Städten ab. Dieses Ergebnis zeige deutlich, welchen Stellenwert auch die teilweise recht begrenzten Citylagen kleinerer Standorte für die Einzelhändler und Filialisten haben. In den Vorjahren war die Verteilung über die einzelnen Städteklassen ähnlich – auch wenn sich der Anteil der A-Standorte tendenziell leicht rückläufig entwickelt hat.
Berlin unangefochtene Nummer eins
Mit gut 42.000 qm Flächenumsatz und 102 erfassten verträgen hat sich die Hauptstadt klar an die Spitze aller Standorte gesetzt. Das gegenüber dem Vorjahr trotzdem um 28% geringere Ergebnis sei laut BNP auf die vielen Vermietungen zurückzuführen, die 2014 in der Mall of Berlin abgeschlossen wurden. Auf den weiteren Plätzen folgen Köln mit 30.800 qm (59 Abschlüsse), Düsseldorf mit knapp 27.400 qm (51) sowie München (33) und Hamburg (53) mit jeweils über 23.000 qm. In Stuttgart hat sich das Ergebnis mit 22.300 qm mehr als halbiert, heißt es von Seiten BNP Paribas Real Estate. Der sechste Platz von Frankfurt mit gut 21.700 qm werde wesentlich durch die Erweiterung von Galeria Kaufhof um rund 10.000 qm bestimmt.
Ausländische Filialisten tragen rund 39% bei
Von den erfassten Vermietungen und Eröffnungen tätigten ausländische Retailer etwa 39%. Besonders aktiv waren Fashion-Labels aus Dänemark und den USA, auf die jeweils knapp 14% aller Verträge mit internationalen Brands in diesem Marktsegment entfallen. Auf den weiteren Plätzen folgen Textiler aus Italien (12,5%), Großbritannien (gut 10%), Schweden (gut 8%) sowie den Niederlanden (knapp 8%).