Die Welt der Schuhe ist ein vielfältiges Pflaster und je nach Region sehen die It-Styles völlig anders aus. In Italien setzt man (so die weit verbreitete Ansicht) auf Handarbeit, feine Ledermaterialien und Absatz-Silhouetten, in Berlin hingegen dominiert der Sneaker in allen erdenklichen Varianten die Straßen und Szene-Bars, in Hamburg braucht man es wetterfest und robust, in Paris herrscht femininer Chick und in London muss es hip und auffällig sein. Jede Stadt hat ihren eigenen Look und jede Stadt ihren eigenen Lieblingsschuh. Welche fünf europäischen Modestädte richtungsweisend sind für die Trends der Schuhmode verrät I love shoes heute.
1. Mailand als Lederfibel
Italien: Das Land der guten Weine, der guten Pasta und der guten Schuhe.
Und insbesondere Mailand hat in Sachen Style die Nase ganz weit vorne, denn bei einem Blick auf die architektonische Schönheit fallen nicht nur die markanten Bauten, sondern auch die vielen gut gekleideten Menschen ins Auge. In Mailand ticken die Uhren etwas schneller, hier finden die internationalen Modemessen statt, hier hat der Stil ein Zuhause. In Mailand muss der Look vor allem eins sein: Neu, denn die Trends schwappen hier besonders rasant über die Grenzen der Messehallen auf die Straßen der Stadt. Und bei aller Dynamik hat Mailand bislang seine Tradition nicht aus den Augen verloren, denn in Italien setzt man auf Handwerkskunst. Schön muss es sein und hochwertig. Schuhe werden oft mit mindestens genauso viel Liebe und Sorgfalt von Hand gefertigt, wie die Mailänder morgens ihre bis ins Detail aufeinander abgestimmten Looks zusammenstellen. Wer eine Reise in die Modewelt von Morgen antreten möchte, der sollte ein Ticket nach Mailand buchen, um den frischen Großstadt-Flow und jede Menge modischer Inspiration einzufangen.
2. Pariser Luxustradition
Wer an Paris denkt, hat schnell ein ganz spezielles Bild vor dem inneren Auge: Croissants, Café au Lait und wer es etwas extravaganter mag, der gönnt sich bunte, gefüllte Macarons auf einer rustikalen Dachterrasse mit Blick auf den Eiffelturm. Und nicht nur dem französische Lifestyle haftet das Besondere, das Exquisite an, sondern auch der Modewelt der französischen Metropole, hat sie doch richtungsweisende Begriffe der High-Fashion-Szene hervorgebracht. Haute Couture, Prêt-à-porter und Chanel – das ist der melodische Singsang der Stadt, das ist versprachlichtes Modedesign, das ist das feine Pariser Leben. Wer nach Paris kommt und die Mode der Stadt kennen lernen möchte, der trifft auf unterschiedliche Extreme. Zum einen profitiert Paris von einer lebendigen, jungen Szene, die vor subkulturellen Akzenten nur so strotzt, und zum anderen auf die klassischen Pariser Ladys, die auf zwölf cm hohen nudefarbenen Louboutins, eingehüllt in beigefarbenen Trenchcoats und hautengen Pencil-Skirts über das Pariser Pflaster stolzieren. Und ihnen allen haftet der typisch französische Hauch der Erhabenheit, der Finesse an.
3. Londoner Subkultur
Vivienne Westwood und Stella McCartney bescherten dem Londoner Style seine charakteristische Ästhetik. Rockig muss es sein, zum Grunge der Londoner Straßen passen. Wer beispielsweise die bekannten Einkaufsstraßen rauf und runter geht, wird durchaus auf die Lady mit den pinken Dr.Martens, den zerrissenen Strumpfhosen, der beklebten Lederjacke und dem matten roten Mac-Lippenstift treffen.
London ist nicht nur die Heimat von diversen Designer-Urgesteinen, sondern begegnet jungen Newcomern ebenso aufgeschlossen – gesetzt dem Fall, es passt zum pulsierenden Rhythmus der hippen Stadt. London ist Dynamik in Reinform und die an jeder Ecke gefühlte Schnelllebigkeit wird gerade durch die junge Szene zunehmend befeuert. Auf der anderen Seite der punkig-abgerockten Streetstyles: eine bewusste Fashion-Szene mit Hang zur Nachhaltigkeit. Die britische Metropole ist nämlich nicht nur bekannt für ihren kreativen Flow, sondern auch für eine besondere Bandbreite an Second-Hand-Angeboten und Vintage-Stores. Hier locken nicht nur perfekte Kleider und ausgefallene Schuhe, sondern auch freundliche Preise und eine inspirierende Atmosphäre.
4. Berliner Freigeister
Was ist Berlin eigentlich? Ist die deutsche Hauptstadt wirklich eine Modemetropole? Werden hier Trends geboren und Modestandards gesetzt? Die Antwort ist: Nein. Berlin ist nichts für die breite Masse, Berlin ist individuell, chaotisch, kreativ, mancherorts abgebrannt, mancherorts nobel. Hier hat die Vielseitigkeit ein Zuhause und in Sachen Mode kann man sich in der pulsierenden Metropole tatsächlich fast alles erlauben. Bunt dekorierte Plateaus mit wild schimmernder, pinkfarbener Oberfläche? Kein Problem für Berlin, denn hier dürfen schräge Vögel gerne mal gerade sein. Die Stadt ist zum kulturellen Schmelztiegel geworden. Koreanische Restaurants reichen dem amerikanischen Donut-Laden die Hand, schräg gegenüber gibt‘s veganes Schwarzbrot und gleich daneben hippe Folklore-Mode. Genau das ist Berlin – ein Konglomerat der Vielfalt, das niemals stillsteht und niemals schläft. Wer eine Mode abseits von Mainstream und Normen erleben will, der ist in Berlin genau richtig, getreu dem bekannten Aphorismus von Franz von Suppé: Du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin!
5. Barcelonas Kreativ-Flow
Es ist zugegebenermaßen nicht Paris und auch nicht Mailand. Aber es ist ein gutes Stück Mode, dass in der spanischen Weltstadt ein zu Hause gefunden hat, denn Barcelona entwickelt sich immer weiter, wird immer schöner und immer kreativer. Die Modegeschichte der Stadt ist noch recht jung, nicht so tief verwurzelt und hat dementsprechend ihr charakteristisches Modeverständnis noch nicht vollständig ausdifferenzieren können. Doch das macht nichts, denn die Stadt lockt Shoppingbegeisterte mit 35.000 Shops und jeder Menge unterschiedlicher Schuh-Styles.
Alle fünf Städte haben ihr ganz eigenes Gesicht, glänzen mit Facettenreichtum und sind alle Mal einen Besuch wert. I love shoes wünscht viel Spaß beim Entdecken und Erkunden der Berühmtheiten.