Unter den bislang angemeldeten Unternehmen aus 14 Ländern sind zahlreiche Neuaussteller wie Mitsubishi Electric Europe, Inventech Europe, Gemini CAD Systems und Hatapress & Garments. Neben Länderpavillons von China und Taiwan präsentiert sich erstmals auch Japan zusätzlich zu seinen Einzelausstellern mit einem Gemeinschaftsstand. Auch die USA planen einen eigenen Auftritt. „Die hohe Zahl an Anmeldungen zeigt uns, dass die Texprocess als international führende Plattform dieser Art fest im Markt angekommen ist. Die Texprocess bietet die komplette Bandbreite an neuen Softwarelösungen sowie Verfahren und Technologien für die Bekleidungs- und Ledertechnik und 2017 noch mehr Themen als je zuvor“, so Olaf Schmidt, Vice President Textiles and Textile Technologies bei der Messe Frankfurt.
Schwerpunkt textiler Digitaldruck und Textilveredelung
Mit dem ’Textile Effects Lab‘ zeigt erstmals ein Sonderareal Technologien zur Veredelung als Teil der Textilverarbeitung. Beispiele sind das Lasern und Destroyen von Bekleidungsprodukten. Zudem veranstaltet der Brancheninformationsdienst World Textile Information Network (WTiN) zum ersten Mal die European Printing Conference auf der Texprocess. Aufgrund des Erfolgs der ersten Ausgabe wird außerdem die Innovative Apparel Show fortgeführt. Hier präsentieren eine deutsche sowie drei Hochschulen aus dem europäischen Ausland Modeentwürfe aus funktionalen Textilien und deren Herstellungs- und Verarbeitungsschritte. Die Show verbindet die Texprocess mit der Techtextil. Das Areal IT@Texprocess zeigt wieder IT-Lösungen für Produktion, Logistik und Vertrieb von textilen Produkten.
’Made in Germany‘ im Ausland gefragt
Die Texprocess profitiert von einer positiven Branchenstimmung. Nach Angaben des VDMA Bekleidungs- und Ledertechnik lagen deutsche Hersteller von Näh- und Bekleidungstechnik mit einem Umsatz von 523 Mio. Euro im Jahr 2015 weltweit auf Platz drei hinter China (2 Mrd.) und Japan (615 Mio.). Mit einer Steigerung der Exporte um 6% im Vergleich zum Vorjahr verkauften die Unternehmen so viel wie zuletzt 2002 ins Ausland. Beliefert wurden vor allem die USA, Polen und Italien. Im ersten Halbjahr 2016 konnte die Branche sowohl bei den Auftragseingängen als auch beim Umsatz zulegen: Der Umsatz steigerte sich um 5,3% im Vorjahresvergleich, die Auftragseigänge erzielten ein Plus von 7,6%.