Mit Blick auf die Entwicklung der einzelnen Warengruppen zeigte die Verbraucherbefragung zur Studie “Outdoor 2014” signifikante Unterschiede. Gewisse Schwierigkeiten soll zuletzt der Bekleidungsbereich gehabt haben. In allen maßgeblichen Warenbereichen sei der Anteil derjenigen, die aktuell eher weniger Geld für Outdoor-Artikel ausgeben, höher, als der Anteil derjenigen, die aktuell eher mehr Geld ausgeben wollen. Am ausgabefreudigsten würden sich die Konsumenten noch im Bereich Outdoor-Bekleidung zeigen.
Vom Boom angezogen, drängten in den vergangenen Jahren immer neue Anbieter auf den Markt für die scheinbar endlos wachsende Schar der Outdoor-Begeisterten, vielfach auch aus dem Modehandel. Das Wachstum sei jedoch überschätzt worden, heißt es in der Studie. Es sei zuviel Ware auf den Markt gekommen mit der Folge, dass es zu einer massiven Preiserosion und zu Rabattschlachten gekommen ist. Heute sei nicht mehr unbedingt der modische Trend der Wachstumstreiber, es lasse sich derzeit erneut eine Verlagerung der Nachfrage auf eher sportliche, funktions-orientierte Styles beobachten. Es seien in erster Linie die sportiven Outdoorer, die diesen Trend unterstützen, während der eher life-style-orientierte Outdoorer sich zur Zeit eher anderen Modethemen widme. Offensichtlich wächst der Markt zur Zeit wieder mehr durch die sportiven Outdoorer, der originären Kernzielgruppe der Outdoor-Branche. Back to the roots mit Besinnung auf das wesentliche scheint aktuell die Devise.
Aus der Befragung geht ferner hervor, dass der enorme Preisdruck durch den expandierenden Internethandel beeindruckend sei. Der Kunde kaufe wie auch in den anderen Branchen zunehmend dort, wo es am günstigsten ist, ohne allerdings die Qualität aus dem Auge zu verlieren. Nicht zuletzt aus diesem Grund sei es sehr wichtig, dass sich die Branche offensiv mit den aktuellen Trends auseinandersetzt. Von Vorteil ist laut Studie die Kenntnis der aktuellen Gewohnheiten der Outdoorer. Mit dem entsprechenden Marketing könne man dem Wettbewerber in dem zunehmend umkämpften Markt hier und da die berühmten Nasenlänge voraus sein. Die Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung des Marktes seien gegeben. Die Aspekte Fitness, Wellness, Umwelt, aber auch selbst der demographische Wandel stünden für gute Umsätze, so die Experten von BBW Marketing Dr. Gossen & Partner.
Die Szenario Analyse für den Outdoor-Markt zeige, dass auch kurz- bis mittelfristig ein weiteres Wachstum, wenn auch ein bescheidenes von 1 bis 3 % möglich ist. Senioren und überraschend auch teilweise die Jugendlichen zählen.
Von den sportiven Outdoorern wird der stationäre Handel letztendlich am meisten profitieren, heißt es in der Studie. Denn die Outdoorware, die über die Funktionalität verkauft wird, werde tendenziell eher im stationären Handel gekauft, da es beim Kauf einer ausführlichen Beratung sowie des An- und Ausprobierens der Produkte bedarf.
Die vollständige Studie “Outdoor 2014” finden Sie bei BBW marketing Dr. Gossen & Partner.