Die Experten des Instituts für Handelsforschung, Köln, prognostizieren einen Anstieg des Marktvolumens für Bekleidung, Schuhe und Accessoires von 54,1 Mrd. Euro in 2014 auf 63,7 Mrd. Euro im Jahr 2025. Der mittelständische Fachhandel bleibt laut Studie ein wichtiger Vertriebskanal für Bekleidung und Schuhe, wird aber Marktanteile verlieren – besonders an vertikale- und Online-Anbieter. Der Online-Handel werde seinen Marktanteil von derzeit 20 % auf 36% in 2025 ausbauen. Dabei sollen die Anteile der Internet-Pure Player auf 11 Prozent steigen. Die Anteile des größeren und kleineren Fachhandels, der Versandhäuser und der Lebensmittelketten, die ebenfalls Mode und Schuhe im Sortiment führen, würden dagegen zurückgehen. Nach Meinung von 75% der befragten Handelsunternehmen sollten Cross-Channel-Strategien auch im stationären mittelständischen Fachhandel Einzug halten dürfen – beispielsweise über künftige Möglichkeiten der digitalen Regalverlängerung zur Optimierung der Warenpräsenz am POS.
Studie ’Fashion Markt 2025‘: Stärken ausbauen
Weiterhin zeigt die Studie, dass der mittelständische Multilabel-Fachhandel seine derzeitigen Stärken weiter pflegen und ausbauen muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei sind gut geschulte Mitarbeiter und ein individueller Markaufritt essenziell. Generell heißt es, dass der Wettbewerb sich in allen Preislagen, auch im vertikalen und im nicht-vertikalen Modemarkt verschärfen wird.
Vor besonderen Herausforderungen stehe der kleinbetriebliche Fachhandel, der nochmals Marktanteile abgeben müsse. Obgleich weiterhin einige Mittelzentren „die Stadt prägenden Einzelhändler“ verlieren werden, soll es aber nicht zu einer breiten Verödung der Innenstädte kommen. Voraussetzung: Die Mehrheit der Handelsunternehmen treibt die notwendigen Veränderungen in Richtung Profilierung, Prozessoptimierung und Online-Offline-Vernetzung voran.
Hinweis: Die komplette, rund 80 Seiten umfassende Studie ’Fashion-Markt 2025‘ kann hier kostenfrei bezogen werden.