Rund 63% hiervon entfallen auf Einzeldeals, die 4,16 Mrd. Euro zum Ergebnis beigetragen haben. Zu den größten Verkäufen gehören der 50-%-Anteil am Centro in Oberhausen mit rund 535 Mio. Euro sowie die Kö-Galerie in Düsseldorf mit ca. 300 Mio. Euro. Gegen den generellen Trend ist das Investmentvolumen an den Big-Six-Standorten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München) leicht, um gut 3%, auf 2,14 Mrd. Euro gesunken. Verantwortlich hierfür ist aber nicht mangelndes Investoreninteresse, sondern das nicht ausreichende Angebot großvolumiger Objekte.
Die Entwicklung in den einzelnen Städten verlief außerdem unterschiedlich. München, Hamburg und Köln verzeichneten Zuwächse, wohingegen Berlin, Düsseldorf und Frankfurt teilweise spürbare Rückgänge aufweisen.
Die bereits im ersten Halbjahr zu beobachtende Rallye bei Fach– und Supermärkten hat sich laut BNPPRE auch im dritten Quartal fortgesetzt. Insgesamt wurden bislang gut 49% des Umsatzes in diesem Marktsegment getätigt. Auch Objekte in sogenannten B-Städten rücken dabei zunehmend in den Fokus der Anleger. Auf innerstädtische Geschäftshäuser und Kaufhäuser entfielen gut 14% bzw. knapp 12% des Transaktionsvolumens. Vor allem Geschäftshäuser haben aufgrund eines mangelnden Angebots auch absolut betrachtet deutlich eingebüßt.
„Auch für den restlichen Jahresverlauf zeichnet sich ein ungebrochenes Interesse der Investoren ab, sodass weiterhin ein lebhaftes Marktgeschehen zu erwarten ist. Bislang sind keine Anzeichen zu erkennen, dass die aktuell etwas abgekühlte Konjunktur sich bremsend auf die Investitionsneigung auswirkt. Die grundsätzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, in Verbindung mit dem außergewöhnlich guten Zinsumfeld, sind gerade im internationalen Kontext sehr stabil. Vor diesem Hintergrund erscheint ein höheres Transaktionsvolumen als im Vorjahr und damit das Überschreiten der 9-Mrd.-Euro-Schwelle durchaus realistisch“, prognostiziert Piotr Bienkowski von BNPPRE.