Im Vergleich zu anderen Branchen stehen die Bundesbürger laut Umfrageergebnisse der Verkaufsansprache durch den Handel sehr offen gegenüber. Mehr als zwei Drittel geben den Geschäften vor Ort grünes Licht, durch verstärkten Kundenkontakt, die Einkaufswünsche besser zu erfüllen.
Die Kritik an der Werbung wird darüber hinaus branchenübergreifend noch deutlich negativer geäußert. Aktuell bemängeln 80% der Befragten, zu viel Werbung zu bekommen, die nicht zu ihnen passt, heißt es in der Studie.
„Für den Einzel- und Onlinehandel kommt es künftig darauf an, sich mit individueller Kundenansprache klar von der großen Werbewelle abzugrenzen, die jeden Tag über alle Konsumenten hinwegrauscht, ohne zu differenzieren“, sagt Christopher Suff, Experte für Handel bei CSC. „In der Praxis wird dies künftig nur noch mit einer lückenlosen Kontaktkette zum Verbraucher – also einer Omni-Channel-Strategie funktionieren.“ Dafür werden beispielsweise die Daten aus dem Online-Kontakt zum Kunden mit den Informationen vom Filialbesuch und der Kaufhistorie vernetzt. Mit Shopping-Apps, wie beispielsweise Shopkick lassen sich heute schon Statistiken zu den Kundenzahlen elektronisch erstellen. Der Ladenbesuch des App-Nutzers wird mit Sonderangeboten und Bonuspunkten belohnt. In den USA sind monatlich bereits rund eine Millionen Kunden mit der App auf Einkaufstour unterwegs.
Neben den elektronischen Kanälen sollte der stationäre Handel die klassischen Wege der Kundenansprache im Fokus behalten. 77% der Befragten wünschen sich den persönlichen Kontakt direkt vor Ort in der Filiale (24%), per Brief (23%) oder E-Mail (30%). Ein rotes Tuch ist für die Verbraucher dagegen das Telefon. Nur ein Prozent der Befragten wollen gerne vom Betreiber eines Geschäfts angerufen werden.
Die CSC-Umfrage ’Marketing und IT 2015‘ wurde im Dezember 2014 durchgeführt. Dafür wurden 1.000 Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ befragt.