Wie kam es zu der Entscheidung, neben eurem ‘Val Store’ in Prenzlauer Berg nun auch Val Kids zu eröffnen?
Victoria Haubold: Wir begannen mit einem kleinen Sortiment an Kindersachen im Val Store. Als wir bemerkten, wie gut unser Sortiment angenommen wurde und wie viel Spaß wir dabei hatten, lag es auf der Hand, einen eigenen Kids Store zu eröffnen. Der Val Store und Val Kids sind insofern miteinander verbunden, dass wir bei ihnen den gleichen ästhetischen Anspruch haben. Natürlich hat jeder Store zusätzlich auch seinen ganz eigenen Charme und gerade ein Kinderladen völlig andere Anforderungen.
Welche Rolle spielt der Webshop vom Val Store im Vergleich zum stationären Laden?
Victoria Haubold: Der Val Store vor Ort ist uns sehr wichtig, schließlich präsentiert es uns und schafft den persönlichen Kontakt zum Kunden – und zwar den Großen und den Kleinen. Der Online-Shop ermöglicht Kunden, die nicht vor Ort sind, bei uns einzukaufen. Somit hat beides für uns einen sehr großen Stellenwert.
Was war euch bei der Gestaltung des Interieurs von Val Kids wichtig?
Victoria Haubold: Wir wollten einen Shop kreieren, der für Eltern und Kinder gleichermaßen ansprechend ist. Wichtig waren uns dabei organische Formen, natürliche Elemente und ein phantasievolles Ambiente. Die Kinder sollen sich hier wohl fühlen.
Worauf achtet ihr bei der Zusammenstellung eures Sortiments?
Victoria Haubold: Bei den Möbeln auf Funktionalität, Material und natürlich das Design. Gerade für Kinder ist es wichtig, dass die Produkte funktional sind und nicht nur schöne Objekte. Außerdem achten wir sehr auf Qualität. Schließlich machen Sachen für Kinder so einiges mit. Genauso verhält es sich auch bei der Kleidung, den Büchern und Spielsachen. Wir legen aber ebenfalls Wert darauf, dass die Artilkel, die bei Val Kids erhältlich sind, auch den Eltern gefallen.
Welche Messen sind für Val Kids relevant?
Victoria Haubold: Die Playtime und die Maison & Objet in Paris sind für uns sehr wichtig, ebenso die CIFF in Kopenhagen Wir setzen unter anderem auf Labels wie Collégien, Softgallery, Bobo Choses und Anny Who.
Prenzlauer Berg wird häufig mit Themen wie Gentrifizierung, Bio-Supermärkten und Baby-Boom in Verbindung gebracht. Inwiefern ist an dem Klischee etwas dran?
Victoria Haubold: Der Prenzlauer Berg ist einer der Kinderreichsten Bezirke in Berlin. Das ist Fakt und kein Klischee. Deshalb möchten wir uns davon eigentlich lossagen. Wir erleben unsere Kunden als sehr entspannt und aufgeschlossen. Uns macht diese Arbeit viel Spaß, das spricht wohl für sich!
Viele stationäre Händler haben heutzutage sehr unter dem Einfluss der großen Online-Stores zu kämpfen. Womit kann der stationäre Handel eurer Meinung nach punkten?
Victoria Haubold: Wir machen mit Val Kids hier in Berlin sehr gute Erfahrung. Ich denke, es ist wichtig, ein Kauferlebnis zu schaffen, das wirklich alle Sinne anspricht. Hinzu kommen Aspekte wie ein guter Service sowie freundliches und gut geschultes Personal. Dann kann ein stationärer Laden – unserer Erfahrung nach – trotz Online-Konkurrenz funktionieren!