Fanderl wolle sich bei der nächsten Aufsichtsratssitzung zur Wahl stellen, um den Sanierungsplan für den Handelsriesen Karstadt weiter voranzutreiben. Seit einem Jahr bekleidet der 51-jährige Handelsexperte bei Karstadt das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden und ist mit den Problemen der Warenhäuser somit bestens im Bilde. Als Nachfolger wird sein Aufsichtsratskollege Wolfram Keil gehandelt, berichtet der Spiegel.
Gemeinsam mit Keil soll Fanderl die Leitung der Signa Retail übernehmen. Dort hat der Immobilieninvestor Benko die einstigen Karstadt-Premiumhäuser (The KaDeWe Group) sowie Karstadt-Sport-Geschäfte gebündelt.
Der „Bild am Sonntag“ zufolge solle dem Aufsichtsrat ein 100-seitiges Sanierungskonzept für den Konzern vorgelegt werden, aus dem hervorgehe, dass 23 der 83 Karstadt-Filialen von der Schließung bedroht seien, weil sie rote Zahlen schreiben. Doch viele dieser Standorte sollen eine letzte Chance erhalten. Eigentümer Benko wolle die verbleibenden Karstadt-Häuser in zwei Kategorien einteilen, heißt es in dem Zeitungsbericht weiter. In “Erlebnishäuser” mit Shopping-Entertainment in den größeren Städten und “Kaufhäuser der Stadt” an kleineren Standorten, die den täglichen Einkaufsbedarf abdecken sollten.