Das im Vorjahr angekündigte Ziel der Sport2000, zum Jahresende über 900 Partner-Unternehmen für sich zu gewinnen, konnte der Verband erfolgreich umsetzen. Wie die Mainhausener berichten, verzeichnete der Bereich der Spezialisten mit rund 130 neuen Partnern, im Wesentlichen aus den Bereichen Running, Outdoor und Teamsport, die meisten Zugänge.
Ein wesentlicher Grund für die positive Entwicklung bei den Spezialisten sei die Betreuung durch eigens für den jeweiligen Spezialisten-Bereich zuständige Berater. Auch die Umsetzung der gemeinsamen, zweitägigen Spezialisten-Messe für Running- und Outdoorhändler sei ein starkes Leistungsmerkmal. Exklusive Marketing- und Warenkooperationen mit der Industrie sollen darüber hinaus die Kompetenz und das Profil der Händler vor Ort stärken. „Ziel all unserer Maßnahmen ist es, Profile zu schaffen, die den Händler bestmöglich am Markt positionieren und seine langfristige Existenzsicherung unterstützen“, sagt Sport2000-Geschäftsführer Hans-Hermann Deters.
Während so mancher Lauf- und Teamsporthändler mit einer ’Saisonverlängerung‘ vom milden Wetter profitieren konnte, so habe den Wintersport-Händlern hingegen besonders das letzte Quartal im Jahr 2015 stark zugesetzt. So schließen die Sport2000 Partner das Jahr mit einem Umsatzplus in Höhe von 1,1% ab. Der Zentralregulierungsumsatz wuchs dabei um 7,3%. „Trotz der hohen Vorgaben aus dem WM-Jahr haben sich unsere Partner bis einschließlich Oktober richtig gut im Markt behauptet und den anhaltenden Herausforderungen des Einzelhandels trotzen können. Das Minus von 8% im Dezember zeigt jedoch, wie sehr ein Teil unserer Partner vom Verlauf des Wetters abhängig ist“, kommentiert Geschäftsführer Andreas Rudolf die Umsatzentwicklung.
Betroffene Händler hätten vor allem mit fehlender Liquidität zu kämpfen. Denn während diese teilweise noch im Lager steckt, gehen bereits die Rechnungen für die Frühjahr- und Sommerware ein. „Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Wir haben uns deshalb entschlossen, diese Partner mit der „Sonderaktion Saisonlinie“ finanziell zu unterstützen“, sagt Rudolf. Ohne Skontoverlust können Händler bei Bedarf zu günstigen Konditionen ihre Zahlungsziele um bis zu 90 Tage verlängern. Damit verschafften sie sich zusätzliche Liquidität, um aktiv am Markt zu agieren.