Nach der aktuellen Studie ’Main Streets Across the World‘, die der internationale Immobilienberater Cushman & Wakefield veröffentlicht hat, belegen die Fifth Avenue in New York und die Avenue des Champs-Élysées in Paris den zweiten und dritten Platz der Rangliste der teuersten internationalen Einkaufslagen. Während die Spitzenmiete in New Yorks Top-Lage auf Vorjahresniveau verharrte (1.725 Euro/qm/Monat) konnte für den Pariser Prachtboulevard ein Anstieg der Spitzenmiete um fast 40% registriert werden. Die aktuelle Miete auf der Avenue des Champs-Élysées beläuft sich auf 1.105 Euro/qm/Monat.
Die Studie ’Main Streets Across the World‘ wurde in diesem Jahr zum 25. Mal von Cushman & Wakefield durchgeführt. Untersucht wurden im Jahreszeitraum Juli 2012 bis Juni 2013 insgesamt 334 Top-Einzelhandelsstandorte in 64 Ländern. Obwohl die Spitzenmieten im Durchschnitt weltweit um 3,2 % gestiegen sind, liegt der Mietpreisanstieg leicht unter dem des Vorjahreszeitraums von 4,5 %. Generell präsentieren sich die Einzelhandelslagen weltweit robust: Für 285 Standorte wurden stabile oder auch steigende Spitzenmieten registriert. Treiber dieser positiven Entwicklung waren das sich verbessernde wirtschaftliche Umfeld, die größerer Stabilität auf den Finanzmärkten, die hohe Flächennachfrage seitens der Luxusmarken wie auch das sich aufhellende Konsumklima. Von 33 Ländern verzeichneten lediglich sieben einen Rückgang der Spitzenmiete, während für 26 Länder stabile oder gar steigende Mietpreise in den Top-Lagen notiert wurden.
Unter den deutschen Top-Standorten ist die Münchener Kaufingerstraße mit 360 Euro/qm Monat unangefochten die teuerste Adresse (in der weltweiten Rangliste auf Platz 11), gefolgt von Hamburgs Spitalerstraße und Frankfurts Zeil mit Spitzenmieten von jeweils 295 Euro/qm/Monat. Auf den nächsten Plätzen folgen die Schildergasse in Köln sowie die Berliner Tauentzienstraße mit 285 Euro/qm/Monat. „Deutschland gilt für internationale Retailer gerade im Luxussegment nach wie vor als sehr interessanter Standort. Die niedrige Arbeitslosenquote, das hohe Einkommensniveau und die sehr stabile gesamtwirtschaftliche Situation stärken das Vertrauen in den überaus interessanten Einzelhandelsstandort Deutschland. Neben den einheimischen Konsumenten spielen vermehrt viele internationale und äußerst zahlungskräftige Besucher eine bedeutende Rolle“, erklärt Marc Alfken, Head of Retail von Cushman & Wakefield in Deutschland.