Auch beim Sicherheitsschuhhersteller Haix mit Sitz im bayerischen Mainburg beobachtet man die Entwicklungen in der Industrie und besonders der Automobilbranche. „Derzeit kommen die meisten unserer Kunden allerdings nicht aus der Industrie, deshalb sind die Auswirkungen noch nicht spürbar. Allerdings muss man damit rechnen, dass solche Veränderungen am Ende weitere Kreise ziehen“, teilt das Unternehmen auf schuhkurier-Anfrage mit. Haix betont aber, der Umsatzanteil von Unternehmen der Großindustrie sei sehr gering. Eine sinkende Nachfrage sei derzeit noch nicht feststellbar – auch aufgrund internationaler Aktivitäten des Unternehmens. „Auch wenn Deutschland ein sehr wichtiger Markt für Haix ist, sind wir international gut aufgestellt und bedienen mit unserem Produktsortiment verschiedene Kundengruppen. Neben dem Workwear-Umfeld mit Industrie, Handwerk, Garten- und Landschaftsbau und anderen Spezialbereichen, bietet Haix außerdem eine breite Produktpalette an Schuhen und Stiefeln für Forstarbeiter, Pflegepersonal, Feuerwehreinsatzkräfte, Rettungsdienst, Polizei und Militär. Durch dieses breite Spektrum stellt sich die Nachfrage diverser auf, sodass wir weiterhin mit einem Wachstum planen“, erklärt das Unternehmen. Dabei sind auch kleinere Handwerksbetriebe für das Unternehmen von großer Bedeutung, denn „dieses Umfeld legt traditionell besonders Wert auf Komfort und stellt hohe Ansprüche an die Qualität der Arbeitsschuhe, deshalb tragen viele Handwerkerinnen und Handwerker unsere Produkte.“ Haix fertige zu 100% in Europa, „nur so können wir den hohen Ansprüchen unserer Kundinnen und Kunden an erstklassige Arbeitsschuhe und -Bekleidung gerecht werden und höchste Standards durchsetzen.“
„Flexibel bleiben“
Mit welchen Erwartungen startet der niederrheinische Sicherheitsschuhhersteller Elten in das neue Jahr? Heiner van Elten, Geschäftsführer des vor 114 Jahren gegründeten Unternehmens, will, wie er sagt, lieber von Hoffnungen statt von Erwartungen sprechen. „Ich hoffe, dass 2025 ein Jahr mit positiven Nachrichten wird. Ich hoffe, dass wir eine starke neue Bundesregierung bekommen. Ich hoffe, dass sich die weltpolitische Lage beruhigt und ich hoffe, dass keine oder möglichst wenige Stellen in der Industrie wegfallen. Ich gehe aber leider davon aus, dass es weiterhin große Unsicherheiten auf globaler und nationaler Ebene geben wird, die sich auf unsere Branche auswirken könnten.“ Die größte Herausforderung für das Unternehmen aus dem niederrheinischen Uedem sei es, „dass wir uns aktuell in sehr schwer vorhersehbaren Zeiten befinden. Dadurch ist es schwieriger, langfristig zu planen und wir müssen als Unternehmen flexibel bleiben und unsere Strategien laufend anpassen.“ Eine Chance sieht Heiner van Elten aber in den Neuwahlen im Februar, „die hoffentlich eine stabile Regierung hervorbringen, die für Wirtschaftswachstum und gesellschaftlichen Optimismus sorgt.“