schuhkurier: In der Schuhbranche gelten Sie ein wenig als Paradiesvögel, die auf der Insel der Glückseligen leben. Ist an diesem Eindruck was dran?
Romy Schoenberg: Vielleicht wirkt es nach außen hin, als machten wir alles mit links. Sicherlich ist es so, dass unser Beruf uns Spaß macht. Das beflügelt uns. Aber es ist auch harte Arbeit. Der Aufwand, den wir betreiben, hat sich in den letzten Jahren vervielfacht. Und jede Saison ist ein neues Projekt, das bei Null startet und uns voll und ganz fordert. Wir haben eine Überversorgung mit Schuhen in Saarbrücken. Es gibt alles. Das sorgt für enormen Konkurrenzdruck.
schuhkurier: Wer auf Ihrer Homepage nach einem Online-Shop sucht, wird enttäuscht. Ist ein Online-Shop kein Thema für Sie?
Max Schoenberg: Wir wollen mit Menschen umgehen. An unserem Standort. Es geht um persönliche Beziehungen! Unser Wunsch ist es, den Kunden, die zu uns kommen, Freude zu bereiten. Ein Online-Shop kann sinnvoll sein. Vor allem aber ist er aufwändig und kostenintensiv. Wir haben uns entschieden, unsere lokale Rolle hier vor Ort zu spielen. Unser Team ist gegenwärtig. Im wörtlichen Sinne.
Allerdings macht uns der Online-Handel, den andere betreiben, keine Angst. Das ist doch nur eine neue Form des Versandhandels. Und den hat es immer schon gegeben! Zalando hat Werbung für Schuhe gemacht. Also Werbung für uns! Etwas Besseres kann uns nicht passieren!
Das vollständige Interview lesen Sie in schuhkurier Ausgabe 45.