Umsatz mit Secondhand-Produkten steigt
Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des Secondhand-Marktvolumens lag in den Jahren 2020 bis 2024 bei 8%. 59% der Befragten mit Pre-Loved-Kauferfahrung geben an, dass ihre Bereitschaft, gebrauchte Produkte zu kaufen, mit jeder positiven Transaktion wachse. 63% berichten, dass sie durch gute Erfahrungen beim Kauf gebrauchter oder wiederaufbereiteter Artikel nun regelmäßig nach diesen Angeboten suchen.
Dr. Saskia Meier-Andrae erklärt: „Bei gebrauchter Ware dachten viele früher an Mottenkugeln und verstaubte Bücher. Die Zeiten sind längst vorbei, das Schmuddel-Image ist weg. Heute bietet die Branche sorgsam aufbereitete Kleidung, Accessoires und refurbished Smartphones, genauso wie Schätze aus den Kellern der Nachbarn und alles was man braucht um 2025 im Trend zu sein. Pre-Loved ist sexy.“
Im Vergleich zum Vorjahr bieten etwas weniger Handelsunternehmen gebrauchte Produkte an oder planen dies zu tun (33% in 2024, 40% in 2023). Die Anzahl der Händlerinnen und Händler, die professionell wiederaufbereitete Produkte anbieten oder dies in naher Zukunft machen möchten, ist hingegen leicht gestiegen (38% in 2024, 33% in 2023).
Der Geschäftsführer des IFH Köln, Dr. Kai Hudetz, kommentiert die Ergebnisse: „Unsere neuen Studienergebnisse zeigen, dass im Bereich Pre-Loved zwar weniger Händlerinnen und Händler aktiv sind, der Umsatz aber steigt. Ein Grund: Wir befinden uns in einer Zeit der Professionalisierung und Konsolidierung. Wenn ich das mit der hohen – und perspektivisch steigenden – Nachfrage an Pre-Loved-Produkten übereinanderlege, dann steht für mich fest, dass wir erst am Anfang eines strukturellen Wandels im Handel hin zu mehr Nachhaltigkeit und weg von schnelllebiger Wegwerfmentalität stehen.“