Von den 594.800 Menschen, die sich 2023 in Deutschland Hilfe bei einer Schuldnerberatungsstelle suchten, hatten 30% auch Schulden bei Online-Shops. 2022 waren es 29%, 2018 26%. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Auch die Höhe der Verbindlichkeiten bei Online-Shops, steigt. 2023 lag die durchschnittliche Summe bei 650 Euro (2,06% des Gesamtschuldenstands in Höhe von 31.565 Euro), 2018 waren es nur 527 Euro (1,82% des Gesamtschuldenstands in Höhe von 29.008 Euro).
Überschuldete Frauen haben in der Regel häufiger und höhere Schulden bei Online- und Versandhändlern. So hatten im Jahr 2023 knapp 37% der Frauen, die die Hilfe einer Schuldnerberatungsstelle in Anspruch nahmen, Zahlungsrückstände bei Online- und Versandhändlern. Bei den Männern betrug der Anteil 23%. Auch die durchschnittliche Schuldenlast bei Online- und Versandhändlern lag bei Frauen (847 Euro) deutlich höher als bei Männern (477 Euro).
Besonders jüngere Überschuldete sind von offenen Verbindlichkeiten bei Online-Händlern betroffen. Im Jahr 2023 waren 40% der beratenen 20- bis 24-Jährigen bei Firmen dieser Branche verschuldet. Mit zunehmendem Alter nimmt der Anteil kontinuierlich ab: Während bei den 25- bis 34-Jährigen noch 37% entsprechende Zahlungsrückstände aufwiesen, lag der Anteil bei den 55- bis 64-Jährigen bei 23%.