Sehr häufig beklagen Schuhhändler im Gespräch mit unserer Redaktion, dass es zunehmend schwieriger wird, engagierte Mitarbeiter zu finden. Junge Menschen kommen zwar noch zur Vertragsunterzeichnung, erscheinen aber ohne Angabe von Gründen nicht am ersten Arbeitstag – und lassen dann nie mehr etwas von sich hören. Teilzeitkräfte werfen das Handtuch, weil ihnen die Belastung im Geschäft doch zu viel wird. Menschen haben oftmals schlichtweg keine Lust mehr, im Einzelhandel zu arbeiten. Zumal es (noch) reichlich Alternativen gibt und wir es nicht mit einem Arbeitgeber-, sondern einem Arbeitnehmermarkt zu tun haben. Das berichtet auch die Expertin Simone Brzoska in dieser Ausgabe. Sie erklärt, warum es wichtig ist, als Arbeitgeber die Außenwirkung des eigenen Unternehmens kritisch zu beleuchten und bei Bedarf anzupassen. Man solle, fordert die Expertin, selbst zum Bewerber werden, der dem potenziellen neuen Mitarbeiter die Vorzüge der eigenen Firma präsentiert. Dazu gehört Freude am eigenen Tun, die man auch ausstrahlen sollte. Und das Bewusstsein darüber, was das eigene Unternehmen ausmacht, was es darstellt.