In Hongkong fand parallel zur Ledermesse APLF die Global Footwear Retail Conference statt. Zu den Referenten auf der Veranstaltung gehörte unter anderem Peter Mangione, Gründer des Beratungsunternehmens Global Footwear Partnerships. Der Experte aus den USA bot einen Überblick über die Entwicklung der Beschaffungsmärkte im vergangenen Jahr. Demnach sind die Schuhexporte aus China erneut gesunken. Insgesamt wurden 9,293 Mrd. Paar Schuhe aus der Volksrepublik ausgeführt. Das entspricht einem Rückgang um 5,9% gegenüber dem Vorjahr. Bereits 2015 wurde ein Minus in Höhe von 8,1% registriert. Seit 2014 gingen die chinesischen Schuhexporte damit um 13% bzw. 1,4 Mrd. Paar zurück. „Das entspricht dem Zweifachen der Gesamtjahresproduktion in Brasilien und nahezu dem Sechsfachen der Produktion in Mexiko“, so Peter Mangione.
Arbeitskosten steigen
Den Zenit dürften die Exporte der chinesischen Schuhindustrie damit 2014 erreicht haben, damals wurden 10,74 Mrd. Paar ins Ausland geliefert. Profitiert haben von dieser Entwicklung vor allem Staaten in Südostasien, darunter in erster Linie Vietnam, aber auch Bangladesh, Kambodscha und Indien. Allerdings sind die Löhne in diesen Ländern in den vergangenen Monaten zum Teil deutlich gestiegen. So legten die Lohnkosten in Kambodscha um 17,0%, in Bangladesh um 4,6% und in Vietnam um 5,0% zu. Dagegen fiel das Plus in China mit 2,8% vergleichsweise moderat aus.