Sollte sich die Sanktionsspirale weiter drehen, seien insgesamt 400 Unternehmen mit rund 10.000 Beschäftigten in ihrer Existenz bedroht, so Sagripanti. „Ein Wegbrechen Russlands und der GUS-Staaten würde die italienischen Schuhhersteller rund 10% ihrer Exportumsätze kosten.“ Bei einigen Unternehmen aus den Regionen Emilia Romagna und Marche könnten es sogar bis zu 20% sein.
Im Jahr 2013 exportierten die italienischen Schuhhersteller Waren im Wert von 815 Mio. Euro in die GUS-Staaten. In den ersten vier Monaten des Jahres 2014 wurden jedoch deutliche Rückgänge verzeichnet: Russland -17,8%, Ukraine -13% und Kasachstan -9,9%.
Darüber hinaus hat die russische Regierung mit Wirkung vom 1. Oktober ein Exportverbot für gegerbtes Leder und halbfertige Lederwaren erlassen. Das Verbot gilt bis zum 1. April 2015 und betrifft Lieferungen in einer Höhe von insgesamt 100 Mio. Dollar, die nach Italien und in eine Reihe von EU-Ländern gehen würden, so die Wirtschaftszeitung Kommersant.