Der erste Tag der Fashion Days sorgte vielfach für Ernüchterung. Dem Vernehmen nach sollen 90 Händler vor Ort gewesen sein. Der zweite Tag zeigte sich belebter, was die Hoffnungen der Aussteller auf eine insgesamt ’runde‘ Veranstaltung nährte. „Abgerechnet wird zum Schluss“, erklärte Thomas Stein von Maypol. Offenbar teilen sich viele Händler bei einer dreitägigen Messe den Besuch anders ein als in früheren Saisons.
Die Stimmung im Handel ist zwar durchweg positiv; allerdings herrscht offenbar eine gewisse Verunsicherung dahingehend, wo und wann in dieser Orderrunde idealerweise geordert werden sollte. Und einiges an ’Pulver‘ scheint auch schon verschossen, weshalb der Handel vorsichtig an die Kollektionen geht.
„Die große Frage lautet: Wo kauft der Kunde?”, stellte Toni Leis (Regarde le Ciel) in den Raum. Auf der GDS als Auftaktmesse sei die Order naturgemäß nicht das dominante Thema gewesen. Auf der First Order hätten viele Händler signalisiert, eher in Richtung Kinder- und Komfortschuhe orientiert zu sein. Nun sollen die Fashion Days die Plattform für den Handel sein, um sein Sortiment für F/S zu komplettieren.
Von Ausstellerseite wurde angeregt, zwischen First Order und Fashion Days einen größeren Abstand einzubauen. Eine etwas frühere First Order und leicht nach hinten verschobene Fashion Days seien optimal, hieß es seitens verschiedener Unternehmen. Auch wurde in den Raum gestellt, dass eine Laufzeit von Dienstag bis Donnerstag für die Branche besser sei.
Negativ auf die Frequenz könnte sich ausgewirkt haben, dass einige Showroom-Betreiber offenbar im Vorfeld kommuniziert hatten, nur Händler aus dem Gebiet des O1 empfangen zu wollen. Daraufhin könnten Händler aus anderen Gebieten möglicherweise ferngeblieben sein, hieß es.