Eva Maria Bazans Laufbahn war schnell besiegelt. Schließlich kam die Spanierin in Ubrique, wo ihre Eltern eine kleine Lederwarenfabrik führen, seit ihrer frühesten Kindheit mit Handwerkskunst, mit natürlichen Materialien und dem Geruch von Leder in Berührung. Nach der Schule spielte sie im Lager, half ihren Eltern beim Verpacken der fertigen Modelle und träumte schon als junges Mädchen davon, eines Tages Taschen und Schuhe zu entwerfen. Jahre später wurde dieser Traum zur Wirklichkeit. Als sie schließlich nach Barcelona zog, um dort Mode- und Textildesign zu studieren, hatte sie ihre nichts als ihre Herkunft im Gepäck. Sie arbeitete zunächst als Designerin für diverse spanische und internationale Marken, bevor sie beschloss, ihr eigenes Label zu gründen. Ein Name war schnell gefunden: Eva vs. Maria ist nicht nur ein Zusammenspiel ihrer beiden Vornamen, sondern soll die beiden Rollen einer Frau symbolisieren: Verführerin und Heilige. „Als verführerisches Objekt der Begierde betrachte ich das Äußere eines Schuhs, und als Heiligkeit die inneren Werte – die Materialien“, beschreibt Eva Maria Bazan ihre Designphilosophie.
Frauenpower
Mal mädchenhaft verspielt und mit einem Augenzwinkern, mal verführerisch und sexy sind die Entwürfe von Eva Maria Bazan. Grafische Elemente, geometrische Muster, einprägsame Farben und ein Händchen für einen außergewöhnlichen Materialeinsatz kennzeichnen die in Elda produzierten Damenschuhe. Wie ein roter Faden ziehen sich Dreiecke durch ihre Kollektion: mal als Cut-Out, mal als kontrastreiche Applikationen oder Kappen eingesetzt. Für ihre Herbst/Winter-Kolletion 2014/15 setzt Eva Maria Balzan auf eine Palette aus gedeckten Winterpastellen und schimmernden Metallics, die kontrastreich miteinander kombiniert werden. Zu den Highlights der Kollektion gehören feine Schnürschuhe auf runden Leisten und extravaganten Plateausohlen in einem Patchwork aus Herbsttönen wie Taubengrau, Bordeaux und Nude. Raffinierte Stiefeletten in Gold und Offwhite setzt die Designerin auf schwarzen Keilabsätzen um. Neben Schuhen präsentiert Eva vs. Maria auch eine kleine Range an Taschen und Kleinlederwaren, die ihre unverkennbare Designhandschrift und Kindheitserinnerungen konsequent in den Accessoirebereich übersetzen. Bisher ist das Label noch ein Geheimtipp – in angesagten Boutiquen und unabhängigen Concept Stores wie PotiPoti in Berlin und Mieke in Gent sind die Modelle bereits zu finden. Mit Messeauftritten in Paris und London will die junge Spanierin noch mehr Kunden für ihre fantasievollen Schuhkreationen begeistern. Das dürfte nicht schwer werden.
www.evavsmaria.com