Im Jahr 2014 machten vor allem Spielzeug (28%) sowie Bekleidung, Textilien und Modeartikel (23%) ein Eingreifen erforderlich. Zu den am häufigsten im Zusammenhang mit diesen Produktkategorien gemeldeten Risiken zählen chemische Risiken sowie Verletzungs- und Erstickungsgefahr. Die 2014 am häufigsten gemeldeten chemischen Risiken betrafen Schuhe und Lederwaren (z. B. Chrom VI, das Hautreizungen hervorrufen kann), Spielzeug und Babyartikel (z. B. fruchtbarkeitsschädigende Weichmacher) und Modeschmuck (z. B. gesundheitsschädliche Schwermetalle).
China steht im Frühwarnsystem nach wie vor ganz oben auf der Liste der Ursprungsländer: Im letzten Jahr betrafen – wie bereits 2013 – die meisten Warnmeldungen Produkte aus China (64 %). Die Europäische Kommission arbeitet im Rahmen der Anwendung ’Schnellwarnsystem – CHINA‘ eng mit den chinesischen Behörden zusammen, damit diese Produktsicherheitsfragen direkt vor Ort lösen.
„Jedes Produkt in Europa muss für die Bürger sicher sein. Produkte, die Schaden anrichten können, müssen so schnell wie möglich vom Markt genommen werden. Aus diesem Grund haben wir das Schnellwarnsystem geschaffen, das sich inzwischen als sehr wirksames Instrument für den Schutz der europäischen Verbraucher erwiesen hat. Dies ist ein praktisches Beispiel für die Zusammenarbeit in der EU zum Nutzen unserer Bürger“, so Věra Jourová, EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung.