Rapex-Report 2015: Mehr als 2.000 gefährliche Produkte in der EU
Das europäische Schnellwarnsystem Rapex hat 2015 mehr als 2.000 gefährliche Produkte identifiziert und Alarm ausgelöst. Fast zwei Drittel der gemeldeten gefährlichen Artikel kamen aus China.
28.04.2016
Michael Frantze
1 Minute
Zugang wählen und weiterlesen:
Noch kein Abo?
– Alle Artikel lesen – Alle ePaper lesen – Alle Newsletter erhalten
Keine Ausgabe verpassen: Alles aus dem Shoe-Business - kritisch, tiefgründig und vielseitig. 100% Branchenwissen für Ihren Erfolg im Geschäft mit Schuhen. Gedruckt oder als ePaper + alle Inhalte der Website.
Aus dem Bericht des Schnellwarnsystems Rapex geht hervor, dass im vergangenen Jahr 2.072 Warnmeldungen eingegangen sind. Vor allem bei Spielzeug (27%) sowie bei Bekleidung, Textilien und Modeartikeln (17%) mussten Maßnahmen ergriffen werden – etwa Rückruf oder Austausch. Zu dieser Kategorie gehören auch Schuhe, für die es allerdings keine eigene Auswertung gibt. Am häufigsten wurden chemische Risiken gemeldet (25%), gefolgt von Verletzungsgefahr (22%). Unter den gemeldeten chemischen Risiken standen an oberster Stelle schädliche Schwermetalle wie Nickel und Blei bei Modeschmuck sowie Phthalate, das sind fruchtbarkeitsschädigende Weichmacher, in Spielzeug. Fast zwei Drittel der gemeldeten gefährlichen Artikel kamen aus China, woher auch die meisten Importe der EU stammen.
Das Schnellwarnsystem steht mit dem wachsenden Onlinehandel vor einer neuen Herausforderung. Über 65 Prozent der Europäer/innen kaufen Produkte online. Diese werden oft von außerhalb der EU, möglicherweise ohne vorherige Sicherheitsprüfung, per Post direkt in die Haushalte geliefert. Hier will die Kommission im Sinne des Verbraucherschutzes das Schnellwarnsystem nachbessern.
Vollständiger Rapex-Bericht steht hierzum kostenlosen Download bereit.