Wie die Analyse der Europawahl 2019 zeigt, werden gerade der jungen Bevölkerung die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit immer wichtiger. Dies schlägt sich natürlich auch in ihrem Konsumverhalten nieder.
Die Studie
Die Konsumentenstudie „The Key to Confidence” wurde von Oeko Tex gemeinsam mit dem amerikanischen Marktforschungsunternehmen Anerca International in über zehn Ländern mit rund 11.000 Konsumenten von Kleidung und Heimtextilien durchgeführt. Ziel der Studie war es, den Wissensstand von Verbrauchern zu den Themengebieten Nachhaltigkeit, Schadstoffe, ökologische Verantwortung und soziale Sicherheit in der Textilindustrie in Erfahrung zu bringen.
Konsum einschränken
Bei der Online-Befragung, in der die Teilnehmer ein breites Fragenspektrum beantworten mussten, gaben rund 54% der Studienteilnehmer an, dass sie davon überzeugt sind, unserer Umwelt zu helfen und etwas gegen den Klimawandel zu tun, wenn sie weniger Textilien konsumieren. Rund 34% hatten laut der Studienergebnisse auch schon konkrete Konsequenzen gezogen und den eigenen Konsum eingeschränkt.
Ökologisches Verantwortungsbewusstsein
Ganz vorne mit dabei: Millennials und junge Eltern aus der Schweiz, Brasilien und Indien. „Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass die junge Generation der Treiber für eine weltweite Veränderung sein kann“, sagt Georg Dieners, Generalsekretär der Internationalen Oeko-Tex-Gemeinschaft. „Sie sind über die stärkere Nutzung des Internets sowie der sozialen Medien wesentlich besser über die Textilindustrie und deren Auswirkungen auf unsere Umwelt informiert und haben daher ein ausgeprägteres Bewusstsein für ökologische und soziale Missstände als andere Konsumentengruppen“, erklärt Dieners.
Die nächste Generation
Das heißt, Millennials und ihre Familien könnten die treibende Kraft für eine globale Veränderung in der Textilindustrie sein, denn sie wachsen bereits mit dem Bewusstsein für den Klimawandel auf, werden Eltern und bringen dieses Wissen um einen verantwortungsbewussteren Umgang mit unserer Erde ihren Kindern bei.